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Donnerstag, Mai 6, 2021
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Weniger Steuern und neue Steuererleichterungen für Arbeitnehmer in 2021

W?hrend sich die Steuererleichterungen der vergangenen Jahre auf den Einzelnen nur minimal ausgewirkt haben, bleibt 2021 deutlich mehr vom Gehalt ?brig. Die ge?nderten Steuerregelungen k?nnen bei Durchschnittsverdienern Auswirkungen im dreistelligen Bereich bringen, bei Gutverdienern sogar im vierstelligen. Den entscheidenden Beitrag zu mehr Gehalt auf dem Konto leistet der zur?ckgefahrene Solidarit?tszuschlag. F?nfeinhalb Prozent auf die Einkommensteuer stehen am Monatsende bei den meisten Besch?ftigten auf dem Lohnzettel nun mehr drauf, denen der Soli vorher abgezwackt wurde. Die Lohnsteuerhilfe Bayern e.V. fasst die sonstigen zahlreichen steuerlichen ?nderungen f?r Arbeitnehmer zusammen.

Einkommensteuertarif angepasst

Der Grundfreibetrag bel?uft sich ab dem 1. Januar auf 9.744 bei Alleinstehenden und 19.488 Euro bei Ehepaaren. Bis zu dieser Grenze bleibt das Einkommen steuerfrei. Zudem wurden die Eckwerte erh?ht, so dass sich die Einkommensgrenzen verschieben, bei denen der n?chsth?here Steuersatz zum Tragen kommt. Dadurch wird sichergestellt, dass man trotz einer Lohnerh?hung nicht pl?tzlich weniger Geld auf dem Gehaltskonto, wegen eines h?heren Steuersatzes, vorfindet.

Die Steuergrenzen werden regelm??ig an die Inflation angepasst, jedoch fiel die aktuelle Anpassung besser aus, weil die den neuen Steuergrenzen zugrunde gelegte allgemeine Preissteigerung in der Realit?t durch Corona geringer ausfiel. Das f?hrt zu einer kleinen Steuerentlastung f?r die B?rger. Durch die Verschiebung der Eckwerte zur Berechnung des Steuersatzes wurden die Grenzen f?r den Spitzensteuersatz von 57.052 Euro auf 57.919 Euro und den Reichensteuersatz von 270.501 Euro auf 274.613 Euro angehoben.

H?here Altersvorsorge-Beitr?ge absetzbar

Beitr?ge zur gesetzlichen Rentenversicherung, berufsst?ndischen Versorgungseinrichtungen, landwirtschaftlichen Alterskassen und R?rup-Renten k?nnen bis zu neuen H?chstbetr?gen steuerlich abgesetzt werden. Werden die H?chstgrenzen durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammengerechnet nicht ausgesch?pft, kann der Arbeitnehmer freiwillige Zahlungen in die Rentenversicherung vornehmen, welche bis zur H?chstgrenze steuerbeg?nstigt sind. Die neuen j?hrlichen H?chstgrenzen liegen bei 25.787 Euro f?r Alleinstehende und 51.574 Euro f?r Ehepaare. Von diesem Maximalbetr?gen wirken sich derzeit allerdings nur 92 Prozent als Sonderausgaben steuermindernd aus.

Entfernungspauschale neu geregelt

Bis zum zwanzigsten Kilometer des einfachen Arbeitsweges bleibt die Entfernungspauschale unver?ndert bei 30 Cent je Kilometer. Liegt die Arbeitsst?tte also im n?heren Umkreis, ?ndert sich nichts. Ab dem einundzwanzigsten Kilometer steigt sie seit 1. Januar jedoch auf 35 Cent an. Diese Erh?hung kommt Fernpendlern mit l?ngeren Arbeitswegen zugute. Das gilt unabh?ngig vom genutzten Verkehrsmittel, so dass auch beispielsweise Bahnfahrer steuerlich davon profitieren k?nnen. Ebenfalls Nutzen ziehen k?nnen Besch?ftigte, die bei doppelter Haushaltsf?hrung an den Wochenenden zu ihrer Familie nach Hause fahren. Der j?hrliche H?chstbetrag f?r die Entfernungspauschale bleibt unver?ndert bei 4.500 Euro, wenn man nicht mit dem eigenen Auto in die Arbeit f?hrt.

Mobilit?tspr?mie neu eingef?hrt

Geringverdiener, die mit ihrem Einkommen unter dem j?hrlichen Grundfreibetrag liegen und somit keine Einkommensteuer zahlen, haben von der Entfernungspauschale nichts. M?ssen sie einen l?ngeren Weg zur Arbeitsst?tte zur?cklegen, so k?nnen sie ab 1. Januar 2021 die neue Mobilit?tspr?mie nutzen und werden damit vom Fiskus gef?rdert. Interessant ist die Mobilit?tspr?mie ebenfalls f?r Auszubildende, die noch keine Steuern zahlen. Der Antrag kann mit der Steuererkl?rung f?r 2021 erstmals 2022 gestellt werden. Die Pr?mie gilt vorerst befristet bis Ende 2026.

Ihre Berechnung ist recht kompliziert. Daf?r muss die ?bliche Entfernungspauschale berechnet und gepr?ft werden, inwieweit die 1.000-Euro-Arbeitnehmerpauschale ?berschritten wird. Nur der Betrag, der dar?ber liegt, flie?t in die weitere Berechnung mit ein. Danach wird die Differenz des Einkommens zum Grundfreibetrag betrachtet. Um die Bemessungsgrundlage f?r die Mobilit?tspr?mie zu berechnen, muss dann vom Werbungskosten?berhang die Differenz zum Grundfreibetrag abgezogen werden. Ist das Ergebnis noch positiv, machen von dieser Bemessungsgrundlage nun 14 Prozent den endg?ltigen Betrag der Mobilit?tspr?mie aus.

Neue Pauschale f?r Homeoffice

Wer von zu Hause aus arbeitet, ben?tigt t?glich mehr Heizung, mehr Wasser und mehr Strom f?r Notebook, Monitore und Smartphone. Dazu entgeht Arbeitnehmern die t?gliche Entfernungspauschale, da die Fahrten ins B?ro entfallen. Steuerpflichtige, die w?hrend der Corona-Pandemie im Homeoffice arbeiten und kein gesondertes Arbeitszimmer haben, w?ren nach der bisherigen Regelung leer ausgegangen. Hier schafft die neue Homeoffice-Pauschale f?r die beiden Jahre 2020 und 2021 Abhilfe. Sie gilt auch f?r diejenigen, die ihre Arbeit in einer kleinen Arbeitsecke oder vom Wohnzimmer aus erledigen, und betr?gt f?nf Euro pro Arbeitstag. F?r jedes Veranlagungsjahr ist sie auf 600 Euro beschr?nkt, so dass maximal 120 Arbeitstage im vertrauten Heim gef?rdert werden. Da die neue Homeoffice-Pauschale genau wie die Entfernungspauschale unter die Werbungskosten f?llt, bringt sie aber erst dann einen Vorteil, wenn die j?hrlichen Werbungskosten die Tausender-Marke ?berschritten haben.

www.lohi.de/steuertipps

Keywords:Entfernungspauschale, Mobilit?tspr?mie, Homeoffice-Pauschale, Altersvorsorgebeitr?ge, Grundfreibetrag, Einkommensteuertarif

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