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Freitag, April 16, 2021
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Welpenboom und Hundeschulen im Lockdown

Viele un?berlegt angeschaffte Hunde w?hrend der Pandemie: Berufsverband warnt vor den schwerwiegenden Folgen fehlender Unterst?tzung durch professionelle Hundeschulen.

Durch die Pandemie und ihre Folgen verbringen viele Menschen pl?tzlich mehr Zeit zuhause – sei es im Home Office oder wegen eingeschr?nkter Freizeitm?glichkeiten. Gleichzeitig sind Sozialkontakte stark verringert. Die Anschaffung eines Hundes scheint da f?r viele naheliegend zu sein.
Wie schon im Fr?hjahr 2020, ist die allgemeine Nachfrage nach Hunden und insbesondere nach Welpen auch im zweiten Lockdown deutlich angestiegen. Die Tierheime und Tierschutzvereine melden weit mehr Anfragen als gewohnt. Auch seri?se Z?chter*innen verzeichnen eine drastisch gestiegene Nachfrage. Leider „boomt“ der illegale Welpenhandel ebenfalls, dies best?tigt Karsten Pl?cker, 1. Vorsitzender des Bunds gegen den Missbrauch der Tiere (bmt) e.V., der au?erdem eine gro?e Welle wieder abgegebener Tiere im kommenden Jahr bef?rchtet.

„Die Anfragen in unseren Hundeschulen zeigen, dass viele Neu-Besitzer*innen sich vor der oft spontanen Anschaffung leider nicht ausreichend informiert haben. Viele Hunde stammen aus zweifelhaften Quellen und zeigen schon im jungen Alter gro?e gesundheitliche Probleme und Verhaltensauff?lligkeiten, die die Menschen ?berfordern. Der Beratungsbedarf in den Familien ist daher gro?.“, sagt Kirsten Berger, die 1. Vorsitzende des Internationalen Berufsverbandes der Hundetrainer und Hundeunternehmer (IBH) e.V.

Dass nach den aktuellen Corona-Schutzverordnungen vieler Bundesl?nder den Hundeschulen und Hundetrainer*innen ihre T?tigkeit als „au?erschulische Bildungseinrichtung“ untersagt ist, versch?rft die Situation weiter. Noch im ersten Lockdown waren sie meist als „Dienstleister“ eingestuft worden und durften ihrer T?tigkeit nachgehen.
Mittel- und langfristig ist jedoch ohne fachliche Unterst?tzung mit schwerwiegenden Folgen und Gefahren f?r Hunde und Menschen zu rechnen. Grund daf?r ist die fehlende Anleitung der Neu-Hundehalter*innen und die durch die Pandemie-Bedingungen ausbleibende Sozialisation der jungen Hunde. Online-Angebote seri?ser Hundeschulen k?nnen unterst?tzen, sind jedoch genau in diesen Bereichen nicht ausreichend.

„Wir appellieren daher dringend an die zust?ndigen Stellen, die generelle Schlie?ung der Hundeschulen zu ?berdenken und die aktuelle dramatische Situation bei anstehenden Entscheidungen zu ber?cksichtigen. Unser Verband hat bereits im vergangenen Jahr ein tragf?higes Hygiene-Konzept entwickelt, das Hundetraining sicher m?glich macht“, so Kirsten Berger.

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