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Samstag, Oktober 23, 2021
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Sind FFP2-Masken im Beruf steuerlich absetzbar?

Bayern und Hessen waren Vorreiter. Inzwischen gilt in allen Bundesl?ndern die Pflicht Masken mit einem h?heren Schutzstandard in ?ffentlichen Verkehrsmitteln, in Einzelhandelsgesch?ften und Arztpraxen zu tragen. Diese Masken sind aber um einiges teurer als die wiederverwendbaren Alltagsmasken. Viele B?rger ?rgern sich dar?ber, zumal sie sich mit Alltagsmasken eingedeckt haben und nun erneute Ausgaben auf sie zugekommen sind. Die Lohnsteuerhilfe Bayern (Lohi) ?u?erst sich zur aktuellen Gesetzeslage, die nur wenige Abzugsm?glichkeiten vorsieht. Ein Vorsto? im Bundesrat k?nnte jedoch bald erm?glichen, dass die Kosten f?r Masken von der Steuer abgesetzt werden k?nnen.

Maskenpflicht am Arbeitsplatz

Schreibt der Arbeitgeber in seinem Hygienekonzept solche Masken vor, muss er die Kosten daf?r tragen. Einige Arbeitgeber stellen ihren Mitarbeitern ohne Pflicht kostenlos Schutzmasken zur Verf?gung. So entstehen den Besch?ftigten keine Extra-Kosten f?r die Masken. Wer keine Ausgaben hat, kann keine steuerlich absetzen, so lautet die Steuerregel. Da der Schutz der Mitarbeiter im Interesse des Arbeitgebers ist, entsteht in diesem Fall immerhin kein geldwerter Vorteil f?r den Arbeitnehmer. Es muss also nichts versteuert werden.

Die Praxis geht jedoch manchmal andere Wege. ?bernimmt die Firma die Kosten trotz vorgeschriebener Tragepflicht nicht, muss der Arbeitnehmer sie tragen. Ein Werbungskostenabzug, im Sinne von beruflicher Schutzkleidung, ist bisher nicht vorgesehen. Hauptargument ist, dass die Masken auch vor und nach der Arbeit noch getragen werden k?nnen. Da eine rechtliche Abgrenzung der beruflichen Nutzung nur schwer erfolgen kann, ist im Zweifelsfall nichts absetzbar. Auch f?r das Tragen in ?ffentlichen Verkehrsmitteln gibt es keine steuerliche Anerkennung, da der Weg zur Arbeit gesetzlich durch die Entfernungspauschale abgedeckt ist.

Masken bei Vorerkrankungen

Eine andere steuerliche Konstellation sind Masken als Krankheitskosten. Diese sind als au?ergew?hnliche Belastung absetzbar, wenn eine ?rztliche Verordnung vorliegt. Ein Arzt oder Heilpraktiker muss bereits vor der Anschaffung der Masken ein Rezept daf?r ausgestellt haben, dass das Absetzen im Rahmen der Einkommensteuererkl?rung funktioniert. Dies wird ein Arzt mit Sicherheit tun, wenn eine entsprechende Vorerkrankung vorliegt. Hat ein Patient z.B. eine schwere Lungenkrankheit, wird der zust?ndige Arzt eine medizinische Maske f?r unerl?sslich erachten und verschreiben. Allerdings werden in solchen F?llen oftmals die Kosten f?r die Masken von der Krankenkasse ?bernommen. Ein Steuerabzug er?brigt sich somit meist auch.

Steuerbeg?nstigung w?nschenswert

„Hier k?nnten nur die Finanzverwaltung oder der Gesetzgeber Abhilfe schaffen“, erkl?rt J?rg Gabes, Vorstand der Lohi. Schlie?lich sei eine FFP2-Maske nach wenigen Stunden vom Atem feucht, durchgeweicht und somit f?r den weiteren Gebrauch nicht mehr sicher. Das regelm??ige Wechseln und das konsequente Tragen von Masken auf dem Weg zur Arbeit in ?ffentlichen Verkehrsmitteln stellt viele B?rgerinnen und B?rger vor eine finanzielle Herausforderung. Ein guter Ansatz w?re, wie vom Bundesrat diskutiert, einen Sonderausgabenabzug f?r die FFP2-Masken r?ckwirkend f?r 2020 und f?r 2021 einzuf?hren. Dieser k?nnte in Form einer Pauschale von 200 Euro bei Einzelveranlagung und 400 Euro bei Zusammenveranlagung allen Steuerb?rgern zugutekommen. „Solange es aber keine g?nstigere Entscheidung der Regierung gibt, bleiben die Arbeitnehmer leider auf den Kosten sitzen“, so J?rg Gabes.

www.lohi.de/steuertipps

Keywords:FFP2-Maske, Mund-Nasen-Schutz, Au?ergew?hnliche Belastung, Sonderausgaben, Werbungskosten

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