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Mittwoch, Juli 28, 2021
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Schnelles Internet oder lange Leitung?

ARAG Experten informieren ?ber ?nderungen des Telekommunikationsgesetzes

Sp?testens seit der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, dass vielerorts die Internetleitungen zu langsam sind. Ruckelnde Bilder, abgehackter Ton, Rauswurf aus dem Online-Meeting – f?r Sch?ler im Home-Schooling und Arbeitnehmer im Home-Office war konzentriertes Arbeiten teilweise unm?glich. Mit dem Recht auf schnelles Internet soll sich das nun ?ndern. Vom Bundestag wurde die Reform bereits im April beschlossen, heute hat auch der Bundesrat zugestimmt. Ob Surfen durch die ?nderungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG) wirklich schneller wird und wer davon profitiert, wissen die ARAG Experten.

Mindesttempo
Bislang hatten Bundesb?rger lediglich Anspruch auf einen funktionalen Internetzugang mit einem kaum nennenswerten Mindesttempo von 0,056 Mbit pro Sekunde. Dieser Wert soll nun auf mindestens 20 Mbit angehoben werden. Welche Mindestvorgaben es f?r Downloads, Uploads und Verz?gerungen bei der Daten?bertragung (Latenz) braucht, muss die Bundesnetzagentur als Aufsichtsbeh?rde noch ermitteln. Nach Angaben der ARAG Experten wird der Minimalwert vermutlich bei etwa 20 Mbit liegen und soll dann ?ber die Jahre steigen.

Gut angebundene Stadtbewohner d?rften vielerorts bereits jetzt ein deutlich schnelleres Internet mit 50 oder mehr Mbit haben. Aber f?r Menschen, die auf dem Land oder am Stadtrand leben, k?nnte dieser neue Richtwert deutliche Verbesserungen mit sich bringen.

K?rzere Laufzeiten und Entsch?digung
Die Novelle sieht vor, dass sich Internet- und Telefonvertr?ge nicht mehr nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit automatisch um ein weiteres Jahr verl?ngern, sondern sie d?rfen dann monatlich gek?ndigt werden. Zudem k?nnen Kunden ihren Vertrag k?ndigen oder den Tarifpreis mindern, wenn ihr Internet nicht so schnell ist, wie vertraglich festgelegt. Gibt es ?ber mehr als zwei Tage massive Internetst?rungen, steht Nutzern sogar eine Entsch?digung zu.

Keine Abrechnung mehr ?ber die Nebenkosten
Bisher d?rfen Vermieter TV-Kabelgeb?hren ?ber die Nebenkosten auf alle Mieter umlegen und pauschal mit acht bis zehn Euro abrechnen. Egal, ob die Mieter den Anschluss nutzen oder andere Fernsehanbieter bevorzugen. Dieses so genannte Nebenkostenprivileg aus den 80er Jahren sollte seinerzeit den Ausbau des Kabelnetzes ankurbeln, hat heute aber seine Berechtigung verloren. Ab 2024 k?nnen Mieter dann Einzelvertr?ge mit TV-Anbietern abschlie?en, m?ssen sich aber auch selbst darum k?mmern.
Nach Auskunft der ARAG Experten d?rfen Mieter allerdings weiterhin f?r maximal f?nf – in Ausnahmen neun – Jahre lang an den Kosten beteiligt werden, wenn das Mietshaus an die Glasfaserleitung angeschlossen wird. Dieses „Bereitstellungsentgelt“ ist bei h?chstens f?nf Euro monatlich gedeckelt.

4G f?r alle
Gesetzlich verankert werden erstmals auch Vorgaben zum Mobilfunkausbau, um den Druck auf Telekommunikationsanbieter zu erh?hen. Damit w?re auch der Handyempfang an allen Stra?en und Schienen gesichert und nervige „Funkl?cher“ w?ren Geschichte.

Wo in Deutschland welche Bandbreiten und Techniken f?r die Daten?bertragung zur Verf?gung stehen, zeigt eine interaktive Karte des Bundesministeriums f?r Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Die Anzeige in der Karte kann von ganz Deutschland bis auf Ebene eines Orts- bzw. Stadtteils navigiert werden:
https://www.bmvi.de/DE/Themen/Digitales/Breitbandausbau/Breitbandatlas-Karte/start.html

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/computer-und-internet/

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