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Samstag, Oktober 16, 2021
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Schneeräumen nicht vergessen

Wann ist der Griff zu Schaufel und Besen n?tig?

„Endlich Schnee“, freuen sich die einen. „Wieder fr?her aufstehen und Schnee schaufeln“, murren die anderen. Richtig ist: Winterliche Stra?enverh?ltnisse bringen Fu?g?nger tats?chlich leicht ins Rutschen. Ein Bein ist schnell gebrochen. Passiert das vor der eigenen Haust?r, k?nnen Mieter oder Eigent?mer eines Hauses eventuell zur Verantwortung gezogen werden. Warum? Das erkl?rt die HUK-COBURG.

Beide sind im Winter verpflichtet, f?r einen eisfreien Fu?weg zu sorgen. Mieter m?ssen immer dann zu Schneeschieber und Streumittel greifen, wenn ihnen per Mietvertrag die R?um- und Streupflicht ?bertragen wurde und das ist eher die Regel als die Ausnahme. Passiert ein Unfall, weil die Winterpflichten nur ungen?gend erledigt oder gleich ganz vergessen wurden, kann der S?umige f?r die Folgen verantwortlich gemacht werden. Ohne private Haftpflichtversicherung ein teures Vergessen: Neben Behandlungskosten lassen sich vom Gesch?digten auch Verdienstausfall oder Schmerzensgeld geltend machen.

R?um- und Streupflicht
Wann und wie oft Schnee schieben oder Streuen angesagt sind? Auf diese Frage gibt es keine Auskunft von der Stange: Ausschlaggebend ist immer die jeweilige Satzung, mit der jede Kommune den Winterdienst regelt. Oftmals kann man sich auf den Websites von St?dten und Gemeinden schlau machen. Ein anderer Weg ist ein Anruf beim ?rtlichen Bau- oder Ordnungsamt. Hier l?sst sich erfragen, in welchem Zeitraum der Griff zum Schneeschieber erforderlich ist und wie breit der freie Gehweg sein muss.

Die H?ufigkeit des Schneer?umens h?ngt letztlich von der Witterung und von der Verkehrsbedeutung eines Weges ab. Bei extremem Schneefall oder Glatteisbildung ist gerade auf stark frequentierten Wegen au?ergew?hnlicher Einsatz gefordert. Nur wenn R?umen und Streuen witterungsbedingt zwecklos sind, kann man warten, bis beispielsweise der Schneefall nachl?sst oder ganz aufh?rt.

Auch m?ssen Wege meist nicht in ihrer gesamten Breite ger?umt werden. In der Regel gen?gt es, einen Streifen frei zu schaufeln oder auf einer bestimmten Breite zu streuen. Eine Faustregel besagt: Zwei Fu?g?nger m?ssen auf dem ger?umten Weg aneinander vorbeigehen k?nnen. Kommunen k?nnen diese Frage aber auch klar in ihrer Satzung regeln.

Allerdings kann niemand im Winter einen durchg?ngig eis- oder schneefreien B?rgersteig erwarten. Wer in der kalten Jahreszeit unterwegs ist, muss mit winterlichen Stra?enverh?ltnissen rechnen und sich entsprechend vorsichtig bewegen. Dazu geh?rt es auch, Winterschuhe zu tragen, die ein entsprechend tiefes und rutschfestes Profil haben.

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