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Freitag, September 24, 2021
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Kaufen ohne Anfassen

ARAG Experten ?ber den Erwerb digitaler Inhalte

In Zeiten von Lockdowns und Einschr?nkungen ist der Online-Handel beliebter denn je. So verzeichnet der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) im zweiten Quartal 2020 ein Wachstum von 16,5 Prozent. Damit wird auch der Kauf von rein digitalen Inhalten immer beliebter. Will man der Umwelt etwas Gutes tun, verzichtet man doch auf die Hardcopy des gew?nschten Buchs. Zumal die eBook-Variante f?r das mobile Endger?t manchmal etwas g?nstiger ist als ein Papierexemplar. Doch geh?rt einem die Datei dann auch wirklich? Die ARAG-Experten kl?ren auf.

H?rb?cher & Co.
Viele wollen den Haushalt mit weniger Ballast gestalten und verzichten zunehmend auf Hardcopys. Der Kunde kauft dann beispielsweise eine CD rein digital, l?dt sie herunter und hat schlie?lich die Audiodateien auf einem lokalen Datentr?ger. Mittlerweile werden aber viele digitale Inhalte nur noch auf Onlineplattformen oder in Verbindung mit lokalen Apps angeboten. Ob Filme, H?rb?cher oder Musik: Entweder sind die Inhalte beim Anbieter gespeichert und man kommt ohne Internetzugang nicht an sie ran, oder man kann sie lediglich nur in einer App vom Anbieter abspielen. Im Fall von Videospielen ist eine lokale Speicherung zwar erforderlich, eine Aktivierung l?uft meistens ?ber die anbietende Plattform.

Kaufen bedeutet nicht Besitzen
Bei „kaufen“ denkt man spontan an den Erwerb von Eigentum. Kauft der Kunde eine DVD oder eine CD im (Online-)Handel, geh?rt sie ihm anschlie?end auch. Somit kann der Verbraucher sie sp?ter auch aus seinem Regal nehmen und an Dritte verschenken. Im Gegensatz zu den analogen Varianten gehen rein digitale Inhalte nicht in das Eigentum des „K?ufers“ ?ber! Eigentum kann nach geltendem Recht n?mlich nur an k?rperlichen Gegenst?nden erworben werden. Auch wenn ein Download der Datei auf ein Endger?t m?glich ist, hat der K?ufer lediglich eine Lizenz mit einem vertraglich geregelten Nutzungsrecht erworben. Die Inhalte an Dritte verschenken oder das Kopieren sind somit tabu! Solche und weitere Bestimmungen sind in der Regel explizit in den AGBs festgelegt.

Filme beim Streamingdienst kaufen?
Der Streamingdienst Amazon Prime bietet neben einigen f?r Abonnenten frei zug?nglichen Filmen und Serien zwei weitere geb?hrenpflichtige Viewing-M?glichkeiten: ausleihen oder kaufen. Beim Ausleihen werden die Inhalte f?r eine kurze Zeit zur Verf?gung gestellt. Danach verf?llt der Zugang wieder. Beim Kauf bekommt der Verbraucher einen dauerhaften Zugang zu der Datei, allerdings nur solange der Anbieter selber ?ber die Lizenzrechte verf?gt. Erl?schen diese, verliert auch der Kunde seinen Zugang!

Was ist mit dem Widerrufsrecht?
Grunds?tzlich gilt im Falle gekaufter digitaler Inhalte das ?bliche 14-t?gige Widerrufsrecht des Online-Handels. Das kann der Anbieter von Gesetzes wegen allerdings mit dem Download zum Erl?schen bringen, wenn der Kunde vorher ausdr?cklich darauf hingewiesen wird. Der Kunde muss dem au?erdem auch explizit zugestimmt haben. Daher haben es die Anbieter in der Hand, ob der Download ihrer Applikationen widerrufen werden kann: So gilt das Widerrufsrecht bei Amazon etwa nur, wenn der Kunde sich den Film nicht angeschaut oder heruntergeladen hat.

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/internet-und-computer/

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