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Mittwoch, Dezember 8, 2021
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Investitionen in Spielplätze vorrangig keine Frage der kommunalen Finanzlage

Investitionen der St?dte in Deutschland in den Erhalt und die Modernisierung von ?ffentlichen Spielpl?tzen sind vorrangig keine Frage der kommunalen Finanzlage. Das ist das zentrale Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Kinderhilfswerkes unter den 81 Gro?st?dten in Deutschland. „Die Zahl und Gr??e der Spielpl?tze sowie die Ausgaben f?r laufende Instandhaltungen und Investitionen sind gemessen an der Zahl der Kinder in den St?dten und der Finanzkraft der Kommunen in h?chstem Ma?e unterschiedlich. So finden sich zwischen Kiel im Norden bis Freiburg im S?den Kommunen, die trotz klammer Kassen ?berdurchschnittlich hohe Ausgaben bei den Spielpl?tzen leisten, ebenso wie St?dte mit ?berdurchschnittlicher Finanzkraft, die sich hier eher knauserig zeigen. Das zeigt, dass Investitionen der St?dte in den Erhalt und die Modernisierung von ?ffentlichen Spielpl?tzen vorrangig eine Frage des politischen Willens und keine Frage der kommunalen Finanzlage sind“, betont Holger Hofmann, Bundesgesch?ftsf?hrer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Die Zahlen zeigen auch, dass es in einigen Kommunen in den letzten Jahren deutliche K?rzungen der finanziellen Mittel, und in vielen Kommunen lediglich Fortschreibungen der Haushaltsans?tze gegeben hat, womit inflationsbereinigt immer weniger Geld f?r die Spielpl?tze zur Verf?gung steht. Gleichzeitig gibt es in einigen Kommunen aber auch starke finanzielle Zuw?chse f?r Instandhaltungen von und Investitionen in Spielpl?tze. Umso wichtiger ist es, die vorhandenen Finanzmittel sinnvoll unter Beteiligung der Kinder einzusetzen.

„Jedes Kind muss t?glich die M?glichkeit haben, selbst?ndig im Freien zu spielen. Es ist f?r ein gesundes Aufwachsen essenziell und sp?testens in Zeiten des digitalen Lernens besonders deutlich geworden. Dazu m?ssen die Kommunen ausreichend Angebote machen, die gut erreichbar in den Wohngebieten liegen und so ausgestattet sind, dass sie f?r jede und jeden etwas bieten. Nur durch eine Beteiligung der Kinder und Jugendlichen aus dem Umfeld ist es m?glich, bedarfsgerecht zu planen und durch eine vielf?ltige Ausstattung allen Bed?rfnissen gerecht zu werden“, sagt Ute Eckardt, Leiterin des Arbeitskreises „Spielen in der Stadt“ der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz.

„Das Deutsche Kinderhilfswerk beobachtet in zahlreichen Kommunen zudem den Trend, dass seit Jahrzehnten bewirtschaftete Spielpl?tze teilweise oder vollst?ndig r?ckgebaut oder gar in Bebauungspl?nen festgesetzte Spielfl?chen zu Bauland erkl?rt und ver?u?ert werden. Zudem werden viele informelle Spielr?ume, wie zum Beispiel Brachfl?chen trotz hohem Spielwert zunehmend dem Neubau von Geb?uden und Stra?enverkehrsma?nahmen geopfert. Deshalb fordern wir die Kommunen auf, Kindern weiterhin in ausreichendem Ma?e sichere, gut vernetzte und erreichbare Spielr?ume zur Verf?gung zu stellen, und daf?r deutlich mehr finanzielle Mittel f?r laufende Instandhaltungen und Investitionen in Spielpl?tze aufzuwenden. Allerdings d?rfen Bund und L?nder sie dabei nicht im Regen stehen lassen, sondern m?ssen durch einen vern?nftigen kommunalen Finanzausgleich daf?r sorgen, dass diese kommunale Aufgabe nicht aus finanziellen Gr?nden auf der Strecke bleibt“, so Holger Hofmann.

An der Umfrage des Deutschen Kinderhilfswerkes unter den 81 Gro?st?dten in Deutschland hatten 69 Kommunen teilgenommen. Die Ergebnisse der Umfrage sind aufgrund der sehr unterschiedlichen Definitionen der Kommunen, was unter Instandhaltungsausgaben (nur „reine“ Ausgaben, die dem Spielen der Kinder direkt zugutekommen oder beispielsweise auch Gr?npflege) oder Investitionsausgaben (nur kommunale Finanzmittel oder beispielsweise auch eingeworbene Drittmittel und Spenden) gefasst wird, nicht repr?sentativ. Aufgrund der hohen R?cklaufquote der Umfrage und im Anschluss gef?hrter Gespr?che mit den Kommunen k?nnen aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes aber klare Tendenzen und Aussagen aus den Angaben der St?dte abgeleitet werden.

Keywords:Deutsches Kinderhilfswerk, Spielplatz, Spielraum, Kommune

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