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Dienstag, Januar 18, 2022
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Im Kampf gegen den Online-Hass: Hack the hate!

ARAG Experten informieren ?ber Organisationen, die gegen Online-Hass vorgehen

Verst?rkt durch die Corona-Pandemie spielt sich das Leben von vielen Jugendlichen zunehmend mehr in sozialen Netzwerken ab. Einerseits hilft ihnen das Netz, w?hrend der Pandemie Kontakt zu Freunden und Bekannten halten. Andererseits macht es sie auch leichter zum Opfer von negativen Str?mungen. Was hilft, ist ein bewusster, aufgekl?rter Umgang mit dem Internet. Denn Aufkl?rung bedeutet Schutz. Diesem Ziel hat sich die EU-Initiative Klicksafe verschrieben.

Hate Speech
Zunehmend verbreitet sich im Netz schon seit einigen Jahren Hate Speech (deutsch: Hassrede). Damit sind ?u?erungen gemeint, mit denen andere Menschen abgewertet oder angegriffen werden; oder es wird zu Hass oder Gewalt gegen sie aufgerufen. Meist handelt es sich um rassistische, antisemitische oder sexistische Kommentare, die im Schutz des Internets oft in Social-Media-Kan?len ver?ffentlicht werden.
Laut einer Studie der Landesanstalt f?r Medien NRW beobachteten 73 Prozent der Befragten F?lle von Hasskommentaren im Netz. Immerhin hat ein Viertel der befragten Internetnutzer einen Hasskommentar oder dessen Verfasser bei einem entsprechenden Portal gemeldet.

Initiativen gegen Hate Speech
Wer Hasskommentare identifiziert oder sie sogar am eigenen Leib erfahren muss, kann mittlerweile auf eine ganze Reihe von Initiativen zur?ckgreifen und dort Unterst?tzung bekommen. So setzt sich die Bewegung No Hate Speech Movement besonders gegen Diskriminierung und Hass in den sozialen Netzwerken ein. ?hnliche Schwerpunkte hat auch das Portal Hass im Netz der Bundeszentrale f?r politische Bildung. Dort k?nnen unangebrachte Kommentare gemeldet werden. Nutzer k?nnen sich zudem umfassend ?ber das Thema Hate Speech informieren.

LOVE-Storm betrachtet das Thema Hate Speech von einer anderen Seite und ruft die Community dazu auf, sich durch Zivilcourage dem Hass entgegenzustellen. Diese Bewegung bietet nicht nur eine Informationsplattform, sondern auch Workshops, (Online-)Trainings oder Klassenprojekte an, in denen insbesondere der Umgang mit Hass im Netz vermittelt wird.

Dar?ber hinaus gibt es Organisationen, die sich um Opfer k?mmern, die bereits Hass im Internet erlebt haben. So gr?ndete beispielsweise der Moderator Jan B?hmermann die Bewegung Reconquista (heute forum:neuland), um Menschen, die mit digitaler Gewalt konfrontiert wurden, zu helfen. Ein ?hnliches Ziel verfolgt die App oder Webseite Hassmelden. Dort k?nnen Beitr?ge angezeigt werden, indem einfach die Adresse der betreffenden Website in ein daf?r vorgesehenes Fenster kopiert wird. Die Webseite kooperiert u. a. mit der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und dem Hessischen Ministerium der Justiz.

Auch Hate Aid ist Anlaufstelle f?r Opfer, die digital angefeindet wurden. Dabei baut die Plattform Kontakte zu Therapeuten und Anw?lten auf und ?bernimmt sogar in einigen F?llen einen Anteil der Kosten.

Gesetz gegen Hass und Hetze
Um Betroffene von Hasskriminalit?t besser zu sch?tzen, haben Bundestag und Bundesrat ein Gesetzespaket erlassen, das am 3. April in Kraft getreten ist. Darin festgeschrieben sind unter anderem deutliche Strafversch?rfungen, ein h?herer Ermittlungsdruck und Auskunftssperren im Meldeamt. Durch die Neuregelungen k?nnen Polizei und Justiz entschiedener gegen menschenverachtende Hetze vorgehen. So drohen beispielsweise bei Beleidigungen im Netz bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe. Der Strafrahmen bei Mord- und Vergewaltigungsdrohungen im Netz wurde auf bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe verdreifacht. Zudem weisen die ARAG Experten auf ein neues Instrument hin: Ab Februar 2022 m?ssen soziale Netzwerke Mord- und Vergewaltigungsdrohungen und andere schwere Hassdelikte dem Bundeskriminalamt melden. Bislang reichte die L?schung der entsprechenden Posts und Kommentare.

Auch die ARAG engagiert sich f?r mehr Freundlichkeit und gegen Hass im Netz mit dem Portal „Hass streichen“ – mit geballtem Wissen, schlauer Pr?vention und tatkr?ftiger Hilfe. Damit Cybermobbing und Hass keine Chance haben.

Weitere Informationen zum Thema Hate Speech unter:
https://www.arag.com/de/cybermobbing/

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