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Montag, Oktober 25, 2021
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Gratis-Spiele, die keine sind

ARAG Experten informieren ?ber In-App-K?ufe

Immer mehr Gratis-Spiele k?nnen nicht nur mit einer Konsole gespielt werden, sondern sind auch f?r mobile Endger?te wie etwa Tablets oder Smartphones geeignet. Doch sind diese F2P (free to play)-Anwendungen, wie sie in jugendlichen Fachkreisen auch genannt werden, tats?chlich kostenfrei? Die ARAG Experten raten zur Vorsicht und weisen auf versteckte Kosten durch so genannte In-App-K?ufe hin. Dabei fallen meist kleinere Euro-Betr?ge an, so dass die Hemmschwelle zum Kauf von Zusatzinhalten ?u?erst niedrig ist.

Mehr Inhalt gegen Geld
Ob Extraleben, n?chste Level oder Hinweise, die zu einer Schatztruhe f?hren: Viele Extras k?nnen sich pfiffige Spieler bis zu einem gewissen Spielabschnitt erspielen oder mit geschickten Spielz?gen ihr virtuelles Konto aufstocken. Kosten fallen dabei nicht an. Spieler, die nicht so viel Geduld oder kein gl?ckliches H?ndchen haben, k?nnen ihr virtuelles Konto auch mit Echtgeld aufstocken, um im Spiel weiterzukommen oder beispielsweise besondere Gegenst?nde zu erwerben. Innerhalb einer App handelt es sich um In-App-K?ufe; werden Upgrades in einem Spiel gekauft, sind es In-Game-K?ufe.

Bezahlt wird mit wenigen Klicks ?ber den jeweiligen App-Store, bei dem Kreditkartennummern oder andere Bankdaten hinterlegt sind. Nach Auskunft der ARAG Experten k?nnen Spieler auch auf Guthaben-Basis zahlen, das mit einer Prepaidkarte aufgef?llt werden kann.

Geld zur?ck, wenn der Inhalt nicht gef?llt?
Das 14-t?gige Widerrufsrecht, das f?r online geschlossene Vertr?ge gilt, erlischt bei digitalen Spielen mit Beginn des Downloads von Spiel oder Zusatzinhalten. Sobald der Spieler also darauf zugreifen kann, ist es nach Auskunft der ARAG Experten rechtlich nicht mehr m?glich, das Geld wiederzubekommen. Apple r?umt Nutzern seiner iOS-Apps allerdings eine 90-t?gige R?ckgabefrist sowohl f?r App- als auch In-App-K?ufe ein. App-K?ufe ?ber den Google-Playstore k?nnen innerhalb von 48 Stunden r?ckg?ngig gemacht werden; f?r In-App-K?ufe r?umt Google diese M?glichkeit nicht ein.

Altersbegrenzungen f?r In-App-K?ufe
Mit dem Kauf zus?tzlicher Inhalte bei einem Online-Spiel wird ein Vertrag geschlossen. Nach Auskunft der ARAG Experten sind Kinder erst ab sieben Jahren bedingt gesch?ftsf?hig, vorher k?nnen sie keine Vertr?ge abschlie?en. Doch es gibt eine weitere H?rde, bis ein rechtsg?ltiger Vertrag zustande kommt: Die Eltern bzw. gesetzlichen Vertreter m?ssen dem Deal zustimmen. Daher raten die ARAG Experten Eltern dringend, dem ungewollten In-App-Kauf m?glichst umgehend zu widersprechen und beharrlich zu bleiben, sollte sich der Anbieter weigern, das Geld zur?ckzuzahlen.

Wiederholungst?ter
Problematisch kann ein Widerspruch werden, wenn der spielbegeisterte Nachwuchs h?ufiger Zusatzinhalte kauft. Dann geht die Rechtsprechung davon aus, dass die Eltern mit dem Kauf einverstanden waren oder ihn geduldet haben. ?hnlich schwierig sch?tzen die ARAG Experten einen Widerspruch ein, wenn die jungen Nutzer mit dem Passwort der Eltern online auf Shopping-Tour gehen.

Mit Drittanbietersperre vorbeugen
Ungewollte Abbuchungen f?r In-App-K?ufe ?ber die monatliche Handyrechnung kann man umgehen, indem der Mobilfunkanbieter eine Drittanbietersperre aktiviert. Der ist nach Auskunft der ARAG Experten dazu verpflichtet, die Sperre kostenlos einzurichten. Einziger Nachteil: Unter Umst?nden werden so auch Dienste gesperrt, die man gerne nutzen m?chte, wie z. B. Gewinnspiele per SMS. Auch K?ufe im App-Store, die ?ber die Handyrechnung laufen, sind mit einer Drittanbietersperre nicht mehr m?glich.

In-App-K?ufe deaktivieren
Vor allem, wenn Kinder und Jugendliche Zugang zu einem mobilen Endger?t oder gar ein eigenes Ger?t haben, ist es durch die geringen Geld-Betr?ge oft schwer, die Kontrolle ?ber In-App-K?ufe zu behalten. Doch es gibt M?glichkeiten, ungewollte Eink?ufe zu verhindern: Bei iOS-Betriebssystemen kann ?ber die Einstellungen eine so genannte Kaufanfrage aktiviert werden, sofern es eine Familienfreigabe f?r das Ger?t gibt. Dabei erh?lt der Familienorganisator eine Anfrage, sobald ein Nutzer eine App kaufen m?chte. Lehnt er den Kauf ab, gibt es keinen Download. Zudem ist es m?glich, f?r jeden Einkauf ein Passwort festzulegen. Dar?ber hinaus k?nnen In-App-K?ufe mit Hilfe der Bildschirmzeit komplett unterbunden werden.

Nach Auskunft der ARAG Experten gibt es auch auf Android-Ger?ten die M?glichkeit, In-App-K?ufe zu deaktivieren, indem Eltern ?ber die Einstellungen im Google Play Store einen Passwortschutz erstellen. Dabei k?nnen sie w?hlen, ob die Passwortabfrage f?r alle K?ufe oder in einem bestimmten Zeitintervall erfolgen soll.

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/internet-und-computer/

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