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Donnerstag, Mai 6, 2021
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Deutsches Kinderhilfswerk kritisiert „Corona-Aufholpaket“ für Kinder als völlig unzureichend

Das Deutsche Kinderhilfswerk kritisiert im Vorfeld der heutigen Sitzung des Bundeskabinetts das von der Bundesregierung geplante „Corona-Aufholpaket“ f?r Kinder und Jugendliche als v?llig unzureichend. „Nat?rlich h?rt sich ein Zwei-Milliarden-Programm erst einmal gut an, aber im Endeffekt werden damit weniger als 150 Euro pro Kind in die Hand genommen. Das wird bei Weitem nicht ausreichen, um auch nur ann?hernd die Bedarfe der Kinder und Jugendlichen zur Bew?ltigung der Corona-Pandemie zu decken. Daf?r sind die Befunde der Studien ?ber die Auswirkungen der Pandemie auf die physische und psychische Verfassung unserer Kinder zu gravierend. Und wenn dann die H?lfte des Geldes unter Einbeziehung kommerzieller Nachhilfeeinrichtungen f?r die Kompensation der Vers?umnisse der Schulen eingesetzt werden soll, ist das Paket in der Gesamtschau eher ein schlechter Witz. Denn von entscheidender Bedeutung sind langfristige und nachhaltige Investitionen in bereits bestehende Strukturen, die Krisenfestigkeit und die Digitalisierung von Schulen. Zudem braucht es jetzt au?erschulische Angebote unter Einbezug erfahrener Akteure der Zivilgesellschaft und Jugendhilfe, die soziale Interaktion erm?glichen, Bewegungs- und Ern?hrungsangebote f?r Kinder und Jugendliche schaffen sowie eine Ansprechfunktion in schwierigen famili?ren Situationen bieten“, betont Thomas Kr?ger, Pr?sident des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Das „Corona-Aufholpaket“ ist im Endeffekt die Fortsetzung des leeren Versprechens „Schulen und Kitas zuerst“, von dem nicht mehr viel ?briggeblieben ist. Die vielerorts dramatischen Berichte aus Kinder- und Jugendarztpraxen, aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie oder aus Kinderh?usern zeigen ganz deutlich, dass sowohl ?ngste, Vereinsamung, Unsicherheiten und Depressionen bei Kindern und Jugendlichen als auch innerfamili?re Konflikte deutlich zugenommen haben. Mit warmen Worten und einem halbherzigen Programm ist den Kindern und Jugendlichen in Deutschland nicht geholfen, notwendig sind nachhaltige und effiziente Ma?nahmen zur St?rkung des Bildungswesens und der Jugendhilfe“, so Kr?ger weiter.

„Es muss sichergestellt werden, dass das „Corona-Aufholpaket“ nicht an den Bedarfen der Kinder und Jugendlichen vorbeigeplant wird. Das kann am besten gelingen, wenn die wesentlichen Akteure der Kinder- und Jugendhilfe ebenso wie die Kinder und Jugendlichen selbst auf einem „Corona-Kindergipfel“ ?ber die notwendigen Weichenstellungen zur Bew?ltigung der Corona-Pandemie diskutieren und mitentscheiden. Bei allen Ma?nahmen, die jetzt auf den Weg gebracht werden, muss aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes klar sein, dass Kinder und Jugendliche als „ganze Menschen“ und als umfassende Pers?nlichkeiten betrachtet und nicht auf ihr Dasein als Sch?lerinnen und Sch?ler reduziert werden d?rfen. Insgesamt m?ssen wir insbesondere die Kinder und Jugendlichen in den Blick nehmen, die egal aus welchen Gr?nden, vergleichsweise schlecht durch die Corona-Pandemie kommen. F?rderma?nahmen mit der Gie?kanne sind hier der falsche Weg. Niedrigschwellige Beratung-, Hilfs und Unterst?tzungsangebote f?r junge Menschen in pers?nlichen Problemlagen m?ssen ausgebaut werden“, so Thomas Kr?ger.

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