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Donnerstag, Oktober 21, 2021
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Corona-Gipfel: Kontakte runter und Schulen weiter zu

ARAG Experten ?ber die zus?tzlichen Ma?nahmen des Corona-Gipfels

Obwohl die Zahlen der Corona-Neuinfektionen endlich sinken, hat die Bund-L?nder-Runde in der gestrigen Videokonferenz noch h?rtere Ma?nahmen beschlossen und den Shutdown bis zum 14. Februar verl?ngert. Die bisherigen Beschl?sse von Bund und L?ndern gelten weiterhin und die zus?tzlichen Ma?nahmen sollen z?gig umgesetzt werden. „Das Vorsorgeprinzip hat f?r uns Vorrang“, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel vor dem Hintergrund hoch infekti?ser neuer Virus-Varianten betonte. „Wir m?ssen jetzt handeln.“ Was uns an neuen Regeln und Einschr?nkungen erwartet, erl?utern die ARAG Experten.

Versch?rfte Maskenpflicht
Wer k?nftig mit Bus und Bahn den ?ffentlichen Personennahverkehr (?PNV) nutzen oder in Gesch?ften einkaufen m?chte, muss mindestens eine medizinische Maske tragen. Diese Masken sind Medizinprodukte und haben klar definierte Filtereigenschaften. Ein CE-Siegel auf der Verpackung zeigt die Erf?llung gesetzlicher Anforderungen. Masken der Standards KN95 oder FFP mit noch besseren Filtereigenschaften sind nat?rlich auch erlaubt. Mund-Nasen-Bedeckungen aus Stoff, die sogenannten Community- oder Alltagsmasken, oder gar ein ?ber Mund und Nase gezogener Schal sind dagegen im ?PNV und beim Einkauf nicht mehr ausreichend. In Bayern gilt bereits seit Montag sogar eine noch strengere Regelung: Dort muss zwingend eine FFP2-Maske getragen werden.

F?r das Personal in Alten- und Pflegeeinrichtungen ist laut den Bund-L?nder-Beschl?ssen beim Kontakt mit den Bewohnern das Tragen einer FFP2-Maske verpflichtend vorgesehen. Au?erdem soll hier die Bundeswehr und sp?ter auch geschulte Freiwillige bei regelm??igen und umfangreichen Schnelltests f?r Pflegekr?fte und Besucher unterst?tzen.

Home-Office: Schluss mit Appellen
Laut einer Studie des Instituts f?r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bieten 42 Prozent der Betriebe ihren Mitarbeitern an, im Home-Office arbeiten. Gleichzeitig geben 13 Prozent der Besch?ftigten an, kein Home-Office nutzen zu k?nnen, obwohl ihre T?tigkeit es eigentlich zulassen w?rde. Hier ist also noch Luft nach oben. Und genau dort soll eine Verordnung des Bundesministeriums f?r Arbeit und Soziales Abhilfe schaffen: Die Betriebe werden aufgefordert, das Arbeiten im Home-Office weitestgehend zu erm?glichen. Unklar bleibt allerdings, wie ?berpr?ft werden soll, ob Heimarbeit machbar ist.

Unternehmen, in denen Mitarbeiter nicht zu Hause arbeiten k?nnen, sollen flexible Arbeitszeiten anbieten, um typische Pendler-Sto?zeiten im ?PNV zu entzerren. In Betrieben, in denen Pr?senz am Arbeitsplatz unbedingt erforderlich ist, m?ssen Arbeitgeber medizinische Masken zur Verf?gung stellen.

Weniger Personen im ?PNV
Es fahren zu viele Menschen mit ?ffentlichen Verkehrsmitteln. Dadurch ist die Ansteckungsgefahr in Bus und Bahn besonders hoch. Um hier eine Drittelung zu erreichen, soll noch mehr im Home-Office gearbeitet, das Pendleraufkommen in Sto?zeiten entzerrt, der Pr?senzbetrieb in Bildungseinrichtungen verringert sowie zus?tzliche Verkehrsmittel eingesetzt werden. Die Schweige-Variante nach spanischem Vorbild, wo Gespr?che w?hrend der Fahrt mit Bus und Bahn – auch per Handy – verboten sind, um eine Aerosolausbreitung zu verringern, wurde nicht thematisiert.

Strengere Regeln f?r Gottesdienste
Wo mehrere Menschen ?ber einen l?ngeren Zeitraum in einem geschlossenen Raum zusammenkommen, steigt die Gefahr der Ansteckung signifikant. Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen sind deshalb nach dem Willen der Ministerpr?sidenten-Runde weiterhin nur unter strengen Voraussetzungen zul?ssig. So m?ssen Besucher einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten und auch w?hrend des Gottesdienstes medizinische Masken tragen. Au?erdem gilt weiterhin ein Gesangsverbot! Neu ist, dass Zusammenk?nfte mit mehr als zehn Personen beim zust?ndigen Ordnungsamt mindestens zwei Werktage zuvor angezeigt werden m?ssen. Alternativ k?nnen generelle Absprachen mit der Beh?rde getroffen werden.

Ein-Personen-Regel
Treffen im privaten Bereich sind weiterhin nur mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Dabei spielt das Alter keine Rolle, d. h., auch Kinder z?hlen zum Personenkreis. Ausweislich der Bund-L?nder-Runde tr?gt eine sogenannte „social bubble“ dabei erheblich zur Reduzierung des Infektionsrisikos bei. Das bedeutet: Die Zahl der Haushalte, aus der die weiteren Personen kommen, sollte m?glichst konstant und klein gehalten werden.

Schulen und Kitas weiterhin dicht
Vor allem, weil zu bef?rchten ist, dass sich eine der COVID-19-Mutationen st?rker unter Kinder und Jugendlichen verbreitet, als es bei dem bisher bekannten Virus der Fall war, bleiben Schulen und Kindertagesst?tten mindestens bis zum 14. Februar zu. Dabei wird die Notfallbetreuung weiterhin sichergestellt. F?r Abschlussklassen kann es Ausnahmen geben. F?r alle anderen Jahrg?nge bleibt es bis auf Weiteres beim Distanzlernen am heimischen Schreibtisch.

Testpflicht vor Einreise
Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss sich binnen 48 Stunden vor Anreise oder unmittelbar nach Einreise testen lassen. Bei einer Einreise aus einem Land, in dem eine Virus-Mutaion zirkuliert, ist der Test vor Einreise verpflichtend. Alle Einreisenden m?ssen sich anschlie?end in eine zehnt?gige Quarant?ne begeben. Die kann vorzeitig beendet werden, sobald ein negatives Testergebnis eines zweiten COVID-19-Tests vorliegt. Dieser zweite Test darf nach Auskunft der ARAG Experten erst fr?hestens am f?nften Quarant?ne-Tag gemacht werden.

Die n?chste Videoschalte zwischen Kanzlerin Merkel und den 16 L?nderchefs wird es rechtzeitig vor dem 14. Februar geben, um zu er?rtern, wie es nach dem 14. weitergeht. Bis dahin sollen die L?nder ein Konzept f?r eine sichere und gerechte ?ffnungsstrategie erarbeiten.

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/coronavirus/was-ist-noch-wichtig/

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