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Samstag, September 25, 2021
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BFH zur steuerlichen Anerkennung von Aktienverlusten

BFH zur steuerlichen Anerkennung von Aktienverlusten

Verluste mit Aktien von insolvenzbedrohten Unternehmen k?nnen ab der Depotausbuchung steuerlich geltend gemacht werden. Das hat der Bundesfinanzhof entschieden (Az.: VIII R 20/18).

Der Bundesfinanzhof hat eine wichtige Entscheidung zu Verlusten mit Aktien von Unternehmen getroffen, die vor der Insolvenz stehen: Bucht die Bank diese Aktien aus dem Depot des Anlegers schon vor der L?schung der AG aus, entsteht diesem nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 17. November 2020 ein Verlust, den er steuerlich geltend machen kann, erkl?rt die Wirtschaftskanzlei MTR Rechtsanw?lte.

Erlischt das Mitgliedschaftsrecht des Aktion?rs, weil die Gesellschaft infolge einer Insolvenz aufgel?st, abgewickelt und gel?scht wird und der Aktion?r seine Einlage ganz oder teilweise nicht zur?ckerh?lt, entstehe ihm ein steuerbarer Verlust, so der BFH. Wenn die Aktien schon vor der L?schung der AG aus dem Depot des Aktion?rs ausgebucht werden, realisiere sich der Verlust zum Zeitpunkt der Ausbuchung.

Allerdings k?nne von der Verlustentstehung nicht bereits zu dem Zeitpunkt ausgegangen werden, zu dem mit einer Auskehrung von Verm?gen im Rahmen der Schlussverteilung des Gesellschaftsverm?gens objektiv nicht mehr zu rechnen ist oder die Notierung an der B?rse eingestellt wird, stellte der BFH weiter klar.

Im zu Grunde liegenden Fall hatte der Kl?ger 2009 Aktien an einer b?rsennotierten inl?ndischen AG erworben, die zu seinem Privatverm?gen z?hlten. ?ber die AG wurde 2012 das Insolvenzverfahren er?ffnet, die Aktien wurden zum 31.12.2013 im Depot des Kl?gers noch mit einem St?ckpreis ausgewiesen. Bei der Einkommensteuer f?r das Streitjahr 2013 wollte er den Totalverlust mit Aktienver?u?erungsgewinnen verrechnen, die er in dem Jahr erzielt hatte.

Diesem Ansinnen erteilte der BFH allerdings eine Absage. Das Einkommensteuergesetz weise in der im Streitjahr geltenden Fassung eine planwidrige L?cke auf. Demnach habe der Kl?ger im Jahr 2013 noch keinen Ver?u?erungsverlust erzielt, da sein Mitgliedschaftsrecht an der AG noch nicht erloschen war und auch die Aktien noch im Depot gef?hrt wurden. Der Kl?ger habe daher zwar einen Wertverlust, aber noch keinen steuerbaren Verlust hinnehmen m?ssen.

Das Urteil hat Bedeutung f?r fehlgeschlagene Aktiengesch?fte zwischen 2009 und 2019. F?r Veranlagungszeitr?ume ab 2020 ist die Regelungsl?cke geschlossen worden.

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