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Samstag, Oktober 23, 2021
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Betriebsrente: Was andere Länder besser machen

Aon Studie liefert Anregungen f?r die Reform der betrieblichen Altersversorgung

Bei der Zukunftsorientierung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) ist in Deutschland im Vergleich zu anderen L?ndern noch Luft nach oben. Deutlich macht dies eine Studie des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens Aon: Die international t?tigen Experten haben in acht mit Deutschland vergleichbaren L?ndern bAV-Modelle untersucht, die flexibel, effizient und mit schlanken Strukturen fit genug f?r die moderne Arbeitswelt sind.

So gelingt in Gro?britannien beispielsweise durch ein Opt-out-System eine hohe Beteiligung von Arbeitnehmern (91 %) an der betrieblichen Altersversorgung. Unkomplizierte Teilnahmeoptionen und einfache Standardl?sungen machen es m?glich. Lebensnah und zug?nglich zugleich zeigen sich Angebote, betriebliche Rentenanspr?che von einem Arbeitgeber zum n?chsten „mitzunehmen“ (Portabilit?t). Hier sind die Schweiz, die Niederlande und die USA weitaus fortschrittlicher aufgestellt als Deutschland.

Auch auf Niedrigzinsphasen und demographische Entwicklungen haben andere L?nder schneller reagiert, beispielsweise mit Wegfall von Zinsgarantien. Im Gegenzug werden zum Beispiel in Gro?britannien, Frankreich und den USA Arbeitnehmern vielf?ltige Wahlm?glichkeiten der Geldanlage geboten, die dem jeweiligen Sicherheitsbed?rfnis respektive dem Wunsch nach h?heren Renditen Rechnung tragen. Mehr Flexibilit?t erweist sich generell als teilnahmef?rdernd, sowohl bei den Auszahlungsformen als auch bei Beitragsh?hen, die individuellen Lebensphasen angepasst werden k?nnen.

Umfassende Besitzstandsregelungen wie in Deutschland findet man woanders selten. So sind in den Niederlanden f?r k?nftige Dienstzeiten ab 2026 nur noch Pensionspl?ne zul?ssig, bei denen der Arbeitgeber die Beitr?ge und nicht mehr die Leistungen garantiert. In Deutschland k?nnen hingegen einmal getroffene Regelungen auch f?r k?nftige Dienstzeiten kaum noch ge?ndert werden.

„Bei der Betrachtung der L?nder haben wir nicht die eine Blaupause f?r Deutschland gefunden, die einfach kopiert werden k?nnte. Jedes Land braucht seine eigenen L?sungen“, kommentiert Carsten H?lscher, Partner bei Aon. „Uns kommt es darauf an, gangbare Wege aus dem bAV-Dschungel zu zeigen, die sich in vergleichbaren L?ndern bereits bew?hrt haben. Wir brauchen dringend einen arbeitsrechtlichen Rahmen, der die Anpassung unserer bAV-Modelle an aktuelle Entwicklungen wie Niedrigzins und Demographie zul?sst. Dar?ber hinaus muss auf vielen Ebenen Komplexit?t abgebaut werden, um bAV f?r alle zug?nglicher zu machen. Unsere Studie zeigt, dass zum Beispiel der Wegfall von Garantien in vielen F?llen Vorteile f?r die Arbeitnehmer bringt. Wir hoffen, dass die n?chste Bundesregierung den politischen Mut aufbringen wird, auch Ver?nderungen auf den Weg zu bringen, die auf den ersten Blick unpopul?r erscheinen.“

Keywords:Betriebsrente, betriebliche Altersversorgung, Studie

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