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Montag, Oktober 25, 2021
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Wachleute erschießen sechs Migranten in libyschem Haftlager

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Wachleute haben in einem überfüllten Haftzentrum in der libyschen Stadt Tripolis nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sechs Migranten erschossen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AFP.Der Vorfall ereignete sich demnach am Freitag.„Es kam zu einer Schießerei, und insgesamt wurden sechs Migranten getötet. Sie wurden von den Wachleuten erschossen“, zitiert die Nachrichtenagentur den Chef des libyschen Büros der UN-Organisation, Federico Soda.Mindestens 20 weitere Migranten seien verletzt worden und viele weitere in dem Chaos geflohen.

Bislang sei noch unklar, was den Vorfall ausgelöst habe – dieser stehe jedoch im Zusammenhang mit der Überlastung des Internierungscamps Al-Mabani und „der schrecklichen, sehr angespannten Situation“ dort, so Soda. Die der AFP vorliegenden Videos sollen zeigen, wie Hunderte von Menschen, viele von ihnen Minderjährige, aus dem Migrantenzentrum fliehen.Die Libyan News Agency berichtete unter Berufung auf das Innenministerium, dass die Zahl der Migranten, die aus der Einrichtung geflohen seien, sich auf etwa 2000 belaufen könnte.Laut Soda befanden sich im Al-Mabani-Zentrum, in dem normalerweise lediglich 1000 Menschen untergebracht werden könnten, am Freitag 3000 Migranten, hauptsächlich aus Subsahara-Afrika. Ein Drittel davon lebe auf dem Gelände außerhalb des Gebäudes.Das Wachpersonal habe in die Luft geschossen, um Zwischenfälle wie diejenigen, die sich während der Woche ereignet hätten, unter Kontrolle zu bringen, sagte Soda.Die Inhaftierung von Migranten bezeichnete er als „willkürlich und wahllos“. „Es gibt Menschen, die legale Dokumente haben, aber sie sitzen im Land fest“, so Soda weiter.Später hätten die Sicherheitskräfte in Tripolis im Laufe des Tages mindestens 900 Migranten festgenommen, darunter wahrscheinlich auch viele derjenigen, die aus dem Auffanglager geflohen seien, sagte Soda.

Razzien vor einer Woche

Erst vor einer Woche waren umfassende Razzien in Tripolis durchgeführt worden, die hauptsächlich gegen illegale Einwanderer gerichtet waren. Die libyschen Behörden gaben bekannt, die Verhaftungswelle am vergangenen Freitag und Samstag sei Teil von Razzien zur Drogenbekämpfung in Gargaresh, einem Vorort von Tripolis, gewesen.Bei den Maßnahmen wurden nach Angaben der UN-Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Libyen (UNSMIL) mindestens eine Person getötet und 15 weitere verletzt.Nach Informationen der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ wurden im Laufe von nur fünf Tagen 5000 Migranten und Flüchtlinge bei „gewaltsamen Massenverhaftungen“ festgenommen.

Haftanstalten für Migranten in Libyen: überfüllt und unhygienisch

In Libyen halten sich Hunderttausende Migranten auf: Einige von ihnen beabsichtigen, nach Europa weiterzureisen, während andere einen Arbeitsplatz in Libyen finden wollen.Viele Migranten werden in Haftanstalten festgehalten, die nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR überfüllt und unhygienisch sind. Laut Amnesty International werden Migranten in derartigen Einrichtungen Folter und sexuellem Missbrauch ausgesetzt.

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