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Montag, Oktober 25, 2021
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Eher „Kopfschmerzen“: Taliban sehen in IS keine ernste Bedrohung für Afghanistan

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Ungeachtet der vermehrten Anschläge durch die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS)* in Afghanistan halten die Taliban** letztere für keine ernste „Bedrohung“. Allerdings bereiten die Terroristen den neuen Herrschern in Kabul „Kopfschmerzen“.Das teilte der stellvertretende Minister für Kultur und Information der Übergangsregierung, Zabihullah Mujahid, gegenüber dem Sender Tolo News mit. Demnach spielte der Minister die mögliche Gefahr durch den IS herunter und erklärte, die Organisation werde bald neutralisiert.„Wir bezeichnen Daesh nicht als Bedrohung, sondern als Kopfschmerzen“, sagte Mujahid. „Er verursacht an manchen Stellen Kopfschmerzen, wird aber bei jedem Vorfall sofort beseitigt; der IS wurde vertrieben und ihre Schutzgebiete wurden entdeckt.“Laut Mujahid genießt der IS in Afghanistan keine Unterstützung der Bevölkerung.

Politische Experten sagen jedoch, dass der „Islamische Staat“ ein ernstes Problem für Afghanistan darstelle und warnen davor, dass er seine Aktivitäten ausweiten werde, sollten keine großen Anstrengungen unternommen werden, um der Gruppe entgegenzuwirken, heißt es auf dem Portal.Tamim Bahis, ein politischer Analyst, sprach sich in diesem Zusammenhang wie folgt aus:

„Daesh hat keine internationale und regionale Unterstützung, und ohne Unterstützung wird Daesh nicht für lange Zeit kämpfen können. Der Kampf mit Daesh wird den Taliban jedoch Probleme bereiten.“Der pakistanische Journalist Tahir Khan sagte seinerseits:„Die Taliban selbst sagten, dass sie in Kabul und an anderen Orten Operationen gegen Daesh gestartet hätten. Das bedeutet, dass (Daesh) existiert, aber er existiert nicht mehr wie zuvor, als er einige Gebiete in (der afghanischen Provinz – Anm. d. Red.) Nangarhar kontrollierte. Ihre Strategie hat sich geändert, was bedeutet, dass sie momentan Städte im Visier haben.“

Bombenanschlag vor Moschee

Am Sonntag war berichtet worden, dass in der afghanischen Hauptstadt Kabul eine Bombe vor der Eid-Gah-Moschee explodiert war. Währenddessen soll das Trauergebet im Zusammenhang mit dem Tod der verstorbenen Mutter des Ministers für Kultur und Information der Übergangsregierung Zabihullah Mujahid stattgefunden haben.Nach den letzten Medien-Angaben gab es bei der Explosion zwölf Todesopfer und 32 Verletzte. Nach Angaben eines Sprechers des Innenministers der kommissarischen Regierung Afghanistans wurden bislang drei Verdächtige festgenommen. Weitere Details lagen zunächst nicht vor.Zuerst hatte sich niemand zu dem mutmaßlichen Anschlag bekannt, in den Medien wurde aber spekuliert, dass der „Islamische Staat“ dahinter stecken könnte. Vor allem, weil die Taliban und der IS schon längst miteinander auf Kriegsfuß stehen.Am Montag hat die Nachrichtenagentur Reuters aber bekanntgegeben, dass sich die Terrormiliz doch zum Bombenanschlag in Kabul bekannt habe.

Machtübernahme in Afghanistan

Die Taliban starteten eine großangelegte Operation, um die Kontrolle über Afghanistan zu gewinnen, nachdem die USA angekündigt hatten, ihre Streitkräfte von dort abzuziehen.Am 15. August waren Truppen der radikal-islamischen Organisation kampflos in Kabul eingedrungen, während sich der ehemalige Präsident, Ashraf Ghani, auf die Flucht begeben hatte. Am 6. September verkündeten die Taliban die Errichtung der Kontrolle über das gesamte Territorium Afghanistans. Zurzeit wird das Land von einer Übergangsregierung verwaltet, der ausschließlich Mitglieder der radikalen Bewegung angehören.

*Islamischer Staat (IS, auch Daesh) – Terrorvereinigung, in Deutschland und Russland verboten.

**Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.

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