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Dienstag, April 20, 2021
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„Dem Mann wenigstens der Atomkoffer abgenommen?“ – Stimmen in Deutschland zu Bidens Putin-Eskapade

Die Drohungen des US-Präsidenten Joe Biden an den russischen Amtskollegen Wladimir Putin, darunter die Mörder-Bezeichnung, lässt die deutsche Öffentlichkeit besorgt zurück. Während die einen von dem „wahnsinnigen“ Biden Angst bekämen, wollen die anderen wissen, wie Biden nun mit einem „Mörder“ Vereinbarungen und Abkommen unterzeichnen wolle.„US-Präsident Biden spielt ein gefährliches Spiel“, äußert etwa der außenpolitische Sprecher der Linksfraktion Gregor Gysi in einem Donnerstagsstatement, der SNA vorliegt.Biden hatte am Vorabend in einem TV-Interview auf eine entsprechende Frage positiv geantwortet. Ja, er halte Putin für einen Mörder. Putin werde „einen Preis“ für die angebliche Einmischung in die Präsidentschaftswahl 2020 in den USA bezahlen. Dabei fügte der US-Präsident hinzu, er habe Putin bei einem Telefonat im Januar vor einer möglichen Reaktion gewarnt:

„Ich kenne Sie und Sie kennen mich. Wenn ich feststelle, dass es (Einmischung in die Wahl – Anm. d. Red.) geschehen ist, dann seien Sie vorbereitet.“Joe Biden nach eigenen Angaben zu Wladimir PutinUS-Präsident„Es gibt so viele Menschheitsfragen, die nur durch gemeinsame Anstrengungen aller Staaten gelöst werden können, dass eine Eskalation des Verhältnisses zwischen den USA und Russland den notwendigen Interessenausgleich blockierte“, kritisiert Gysi weiter. Biden versuche offenbar, mit seinen Tiraden gegen Putin der Kritik der Republikaner an seinem eher sinnvollen innenpolitischen Kurs die Spitze zu nehmen.

Gysi weiter: „Diesen verhängnisvollen Weg dürfen Europa und Deutschland nicht mitgehen. Sie müssen hingegen umso mehr das Verhältnis zu Russland entkrampfen, Sanktionen abbauen, dadurch auch Veränderungen in Russland erreichen und gegenüber der US-Administration deutlich machen, dass es Frieden und Sicherheit in Europa nicht ohne, geschweige denn gegen Russland geben kann.“

Auf Twitter werden inzwischen viele andere prominente Stimmen laut –

„Ich bekomme wirklich Angst. Was macht dieser wahnsinnige Biden?“, schrieb das Mitglied der Werteunion (CDU) und Finanzexperte Max Otte.

„Wo sollen diese Behauptungen, Diffamierungen, Sanktionen etc. enden?“, will seinerseits der verteidigungspolitische Sprecher der Linksfraktion, Alexander Neu, wissen. „Was sagt Bundesregierung zu diesen gefährl Eskapaden des ‘engsten Verbündeten’?“

Der deutsch-syrische Journalist Manaf Hassan empfindet das Ganze als „Realsatire“, vor allem, wenn man die Politik von Bidens Vorgängern bedenkt. „Joe Biden und seine drei Gummibärchen Clinton, Bush, Obama haben zum Glück nicht Millionen Menschen rund um den Globus töten lassen“, ironisiert Hassan.

Weitere Twitter-Nutzer mit solider Reichweite nehmen sich Bidens politischer Taten selbst an. So meint der Nutzer Michael Ledwinka, dass Biden in seiner noch kurzen Amtszeit nicht viel „Gutes“ geleistet habe.

Der Nutzer „Strahlemann“ empfindet Biden als „unberechenbaren Provokateur“ und habe „berechtigte Gründe, sich Sorgen zu machen“.

„Haben sie dem alten Mann wenigstens schon den Atomkoffer abgenommen?“, fragt seinerseits der Nutzer Peter Borbe. „Sonst kann das für uns alle noch ganz böse ausgehen.“

Es geht über die Analogien bis auf die Gesundheitsurteile hinaus. So teilt die Nutzerin „Julia“ gegen den US-Präsidenten aus, er habe nicht mitbekommen, dass der Kalte Krieg schon lange vorbei sei.

Der österreichische Politologe Gerhard Mangott nimmt da eine ganz nüchterne Stellung. „Natürlich kann Biden Putin einen Mörder nennen. Aber wie weiter? Schließt man mit einem Mörder Vereinbarungen, unterzeichnet Abkommen und Verträge? Biden hat sich damit jede Normalisierung der Beziehungen zwischen Russland und den USA verbaut. Ist er gar nicht daran interessiert?“, schrieb er ebenfalls auf Twitter.

Kreml reagiert gelassen

Das russische Außenministerium hat den Botschafter in den USA, Anatoli Antonow, inzwischen zu Konsultationen nach Moskau zurückgerufen. Auf Nachfrage der Journalisten am heutigen Donnerstag äußerte sich auch der Kreml zu Bidens Worten.Auf die Frage, ob Bidens Interview Wladimir Putin persönlich beleidigt habe, antwortete der Sprecher Dmitri Peskow: „Ich werde nicht viele Worte darüber verlieren. Ich werde nur sagen, dass dies sehr schlechte Aussagen des Präsidenten der Vereinigten Staaten sind. Er will die Beziehungen zu unserem Land definitiv nicht verbessern, davon gehen wir nun weiter aus.“

US-Vorwürfe im Hintergrund

In dem am Dienstag freigegebenen US-Geheimdienstbericht wurde Moskau der Versuch vorgeworfen, Donald Trump zu unterstützen, Joe Biden zu diskreditieren und „Zwietracht“ in der amerikanischen Gesellschaft zu säen. Unter den Akteuren, die dies versucht haben sollen, würden der Iran, die libanesische Bewegung Hisbollah und Kuba genannt. Laut dem Bericht gehört China nicht zu dieser Liste.

Der Kreml hat den Bericht indes unbegründet und beweislos genannt. Wie Peskow mitteilte, hat sich Moskau in keinerlei Wahlen in den Vereinigten Staaten eingemischt. Solche bei weitem qualitativ nicht hochwertige Materialien würden als Vorwand genutzt, um die neuen Sanktionen zur Diskussion zu bringen.

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