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Samstag, Oktober 23, 2021
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Afghanische Flüchtlinge sollen auf US-Stützpunkt eine Militärangehörige angegriffen haben

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Eine US-amerikanische Militärangehörige ist nach eigenen Worten von einer Gruppe afghanischer Flüchtlinge, die auf dem Armeestützpunkt Fort Bliss im US-Bundesstaat New Mexiko untergebracht sind, überfallen worden. Das teilte der TV-Sender Fox News am Samstag unter Verweis auf eine Mitteilung des Kommandos der Basis mit.Dem Blatt zufolge hat sich der Vorfall am 19. September ereignet.„Wir können bestätigen, dass eine Militärangehörige, die die Operation ‚Allies Welcome‘ unterstützt, mitgeteilt habe, am 19. September von einer kleinen Gruppe männlicher Evakuierter auf dem Gelände des Komplexes Doña Ana in New Mexico überfallen worden zu sein“, zitierte das Blatt einen Auszug aus der Mitteilung.Den Betroffenen habe man die nötige medizinische Hilfe geleistet und es würden verstärkte Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Vorerst liegen keine weiteren Details des Geschehens vor. Das FBI ermittele in dem Fall.

Der Komplex Dona Ana liegt etwa eine halbe Fahrtstunde nördlich vom Fort Bliss entfernt und wird als Übungsgelände genutzt. Seit kurzem dient er aber als Zeltlager für die evakuierten afghanischen Flüchtlinge.

Nach dem Rückzug der US-Truppen aus Afghanistan erklärten sich die Vereinigten Staaten bereit, Zehntausende Einwohner des Landes, die mit US-Truppen kooperierten oder zu anderen Risikogruppen gehören, aufzunehmen. Die erste Gruppe von Flüchtlingen mit zahlenmäßiger Stärke von 37.000 Menschen hält sich bereits in den USA auf.

Das Weiße Haus forderte laut der Agentur AP vom Kongress Geld, um bis September nächsten Jahres bis zu 95.000 Flüchtlinge aufnehmen zu können. Viele Afghanen, die sich in den USA niederlassen wollen, bleiben vorerst in Transitlagern, die auf US-Militärbasen im Ausland stationiert sind. Ihre Überführung in die Vereinigten Staaten wurde wegen eines Masern-Ausbruchs unter Flüchtlingen vorübergehend ausgesetzt.

Machtübernahme der Taliban* in Afghanistan

Die Lage in Afghanistan eskalierte, nachdem US-Präsident Joe Biden im April seine Entscheidung bekannt gegeben hatte, die US-Mission in Afghanistan zu beenden. Danach erhöhten die Kämpfer der radikal-islamistischen Bewegung Taliban das Tempo ihrer Offensive und etablierten am 15. August innerhalb von mehreren Stunden kampflos die volle Kontrolle über Kabul. Daraufhin legte der afghanische Präsident, Aschraf Ghani, sein Amt nieder und floh aus dem Land.

Anfang September gaben die Taliban die Zusammensetzung ihrer Übergangsregierung in Afghanistan bekannt. Die neue Regierung wird von Mohammad Hassan Akhund geleitet, der während der ersten Taliban-Herrschaft Außenminister war und seit 2001 unter UN-Sanktionen steht.

*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.

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