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Samstag, September 25, 2021
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Virologe rät zu Astrazeneca-Impfungen: Österreich auf „gutem“ Weg

Nach dem Aussetzen von Corona-Impfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin in weiten Teilen Europas begrüßt Impfstoffforscher Florian Krammer die Entscheidung Österreichs, das Präparat weiter zu verabreichen, während der mögliche Zusammenhang zwischen Impfung und der Erkrankung untersucht wird.Ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und dem Auftreten der Hirnvenenthrombosen müsse untersucht und transparent gemacht werden, sagte Krammer, Impfstoffforscher am Mount-Sinai-Spital in New York, in der ZIB2.Es sei aber möglich, „weiter zu impfen, gleichzeitig vorsichtig zu sein und zu untersuchen“, zitiert ihn der ORF.„Der österreichische Weg ist da ganz gut.“ Momentan gibt es laut dem Virologen keine Daten für einen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und den Blutgerinnseln. Aufhören zu impfen berge ebenfalls ein gewisses Risiko – nämlich für die Leute, „die nicht geimpft werden“.

Bei sechs der in Deutschland beobachteten Blutgerinnsel im Gehirn handelte es sich laut dem Paul-Ehrlich-Institut um eine Sinusvenenthrombose, eine seltene Form der Hirnvenenthrombose. Diese komme bei Frauen grundsätzlich häufiger vor als bei Männern, sagte Krammer, was mit hormonellen Verhütungsmitteln zusammenhängen könnte.

Nach Berichten über Fälle von sehr seltenen Thrombosen der Hirnvenen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung hatten Deutschland, Frankreich, Italien und weitere europäische Staaten die Impfung mit Astrazeneca ausgesetzt. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat bisher keine Hinweise darauf, dass der CoV-Impfstoff von Astrazeneca Blutgerinnsel verursacht. Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen wird für Donnerstagnachmittag erwartet.Österreich setzt vorerst weiter auf das Vakzin von Astrazeneca: Das nationale Impfgremium sprach am Montag eine entsprechende vorläufige Empfehlung aus. Für eine „abschließende Empfehlung” würden allerdings noch Daten fehlen.

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