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Dienstag, September 21, 2021
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Tiefsinnige Müsliriegel und Umgang mit Russland: Wagenknecht checkt grüne „Wohlfühlpartei“ ab

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In einem „Focus“-Beitrag setzt sich die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht mit den Inhalten der Grünen auseinander. Ihr Urteil: die Partei verspricht den Menschen zwar ein gutes Selbstwertgefühl, stellt aber eine unbezahlbare Rechnung. Einen vernünftigen Umgang mit der Atommacht Russland traut Wagenknecht einer Kanzlerin Baerbock zudem nicht zu.Die Grünen hätten es mit geschicktem Marketing und viel medialem Rückenwind geschafft, die neue Wohlfühlpartei zu werden, schreibt etwa Wagenknecht. Aber nicht in dem Sinne, dass sie Deutschland so verändern würden, sondern sie würden den Wählern das Gefühl vermitteln, ein moderner, verantwortungsbewusster, klimafreundlicher, weltoffener, kurz gesagt, „ein guter Mensch“ zu sein – sie stärken also das Selbstwertgefühl.„Dieser Aspekt ist besonders wichtig in jenen gutsituierten akademischen Großstadtmilieus“, schreibt Wagenknecht weiter, „in denen jeder Müsliriegel einen tieferen Sinn haben muss und an die sich schon lange kein Konsumgut mehr verkaufen lässt, das seinem Erwerber nicht mindestens das Gefühl gibt, mit dem Kauf zugleich auch das Klima und die Welt zu retten. Auch die Grünen sind jetzt für viele so ein Produkt, deshalb werden sie ‘gekauft’.“

Das Problem entstehe aber, wenn das wählerische Publikum merke, dass diese Botschaft Fake gewesen sei. „Auch die Grünen müssen hoffen, dass zumindest bis zur Wahl niemand genauer hinsieht“, meint die 51-Jährige. Die Partei und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock würden sich zwar frisch und neu geben, aber „die schöne, grüne Nachhaltigkeit“ werde Güter und Dienstleistungen, die heute zum normalen Leben dazugehören, so verteuern, dass sie wieder zu einem Luxus werden, zu dem dann nur noch Privilegierte Zugang hätten, befürchtet Wagenknecht.

Als die Mittel, um zu einem umweltverträglichen Wirtschaften zu kommen, seien Wagenknecht aber die De-Globalisierung und Regionalisierung der Produktion und Abkehr von der Wegwerfwirtschaft lieber. Nicht nur in der Energiepolitik sieht Wagenknecht Engpässe bei den Grünen, sondern bezweifelt auch, dass die Partei all die versprochenen Projekte in der Sozialpolitik finanzieren könnte.

Baerbocks Haltung gegenüber dem russischen „Regime“

Nicht zuletzt hält Wagenknecht den Grünen außenpolitische Fehltritte vor, die nicht nur bedenklich, sondern brandgefährlich seien. Dazu gehöre, dass Baerbock von Deutschland mehr Druck auf Russland „dringend eine klare außenpolitische Haltung gegenüber dem russischen Regime“ samt „schärferen Sanktionen“ fordere.„Wenn jemand Merkel und Maas übertriebene Russlandfreundlichkeit unterstellt, möchte man sich besser nicht ausmalen, wie die Betreffende mit der Atommacht Russland künftig umzuspringen gedenkt“, so Wagenknecht. Auch die Position Baerbocks, dass jedes Land das Recht habe, über seine Zugehörigkeit zu Militärbündnissen selbst zu entscheiden, sieht die Linken-Politikerin kritisch.

„Man kann sich plastisch vorstellen, mit welcher Begeisterung diese Position in Washington geteilt würde, wenn es noch ein Militärbündnis unter russischer Führung gäbe und etwa Kuba die Neigung erkennen ließe, einem solchen Bündnis beizutreten und russische Raketen auf seinem Territorium aufzustellen.“Im letzten Jahrhundert hätte eine solche Situation einmal beinahe ein atomares Inferno ausgelöst.Beruhigend wirke auf Wagenknecht an der Stelle, dass „Umfragen noch keine Wahlergebnisse sind”. Vielleicht habe man dann Glück und es falle den Menschen auf, dass „die grüne Mogelpackung weder nachhaltig noch umweltfreundlich ist und man das gute Gefühl bei der Stimmabgabe später schwer bereuen könnte“.

In der letzten Umfrage des Instituts Insa vom Dienstag lagen CDU/CSU und Grüne in der Wählergunst schon gleichauf – anders als direkt nach der Bekanntgabe der Kanzlerkandidaten. Die beiden Kräfte kämen nun auf 24 Prozent, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Das war ein Punkt mehr als in der Insa-Umfrage der Vorwoche. SPD (15 Prozent) und Linke (sieben Prozent) verloren jeweils einen Punkt. AfD und FDP halten mit je zwölf Prozent ihre Werte aus der Vorwoche.

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