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Studie widerspricht Lauterbach: Mehr Selbstmord-Versuche unter Kindern in der Pandemie

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Laut aktuellen Untersuchungen sind Selbstmord-Versuche unter Kindern und Jugendlichen in der Pandemie sprunghaft angestiegen. Dem Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) seien solche Studien nicht bekannt. Der Berliner AfD-Landespolitiker Karsten Woldeit warnt im SNA-Interview vor den „schlimmen Zuständen“.„Isolation, keine Freundschaften, Hybrid-Unterricht, wenn überhaupt, Lockdown-Situation. Das sind ganz, ganz schlimme Umstände, denen die Kinder ausgesetzt wurden. Und das zeigt sich dann in solch schlimmen Dingen wie Suizid-Versuchen. … Einen Anstieg um 400 Prozent kann man nicht einfach wegwischen, den muss man zur Kenntnis nehmen.“ So beschreibt Karsten Woldeit die Situation der Kinder in den vergangenen zwei Jahren der Pandemie gegenüber SNA News am Donnerstag. Er ist Vize-Vorsitzender der AfD im Berliner Abgeordnetenhaus sowie stellvertretender Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion.Dem Statistischen Bundesamt zufolge gab es in Deutschland allein in dem ersten Jahr der Pandemie, 180 Menschen im Alter zwischen zehn und 20 Jahren, die Selbstmord begingen.„Wir als AfD-Fraktion haben einen Antrag dazu eingebracht mit Dringlichkeit: Wie man seitens der Politik mit Kindern und Jugendlichen umgeht“, sagte Woldeit im Gespräch. „Dass wir uns dagegen verwehren, dass Präsenz-Unterrichte wieder abgeschafft werden sollen. Es ist ein Fakt, dass die Omikron-Variante für Kinder und Jugendliche nahezu ungefährlich ist. Infektionen erfolgen zu 90 Prozent vollkommen symptomfrei. Da muss man wirklich abwägen.“

AfD-Politiker „sehr betroffen“ von der Studie

Er wies auf eine aktuelle Studie der Universität Essen hin, wonach bundesweit bis zu 500 Kinder und Jugendliche im zweiten Lockdown versucht haben sollen, sich das Leben zu nehmen. Dieser Wert ist der Studie zufolge „viermal so groß“ wie noch im ersten Lockdown. Das Ergebnis der Studie wurde noch nicht veröffentlicht. Ihre Grundlage sei „eine multizentrische Studie“ aus dem ersten Lockdown gewesen, bei der Intensivstationen zu sogenannten „Kollateralschäden von jungen Menschen wie Traumata oder Verbrennungen“ befragt worden sind. Darunter 27 Intensivstationen für Kinder. Grundsätzlich sei der Bedarf an psychotherapeutischer Beratung im Kinder-und Jugendalter in der Corona-Krise stark angestiegen.

Für Landespolitiker „und Familienvater“ Woldeit sei dies eine besorgniserregende Entwicklung. Die Studie aus Essen habe ihn „sehr betroffen gemacht“. Bereits im Frühjahr 2020 kritisierte er in einem SNA-Interview den damaligen Berliner Senat unter dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Innensenator Andreas Geisel (SPD). Das war zu Beginn des ersten Lockdowns. Berlins Landesregierung würde den Menschen „keine Hoffnung“ machen, sagte der AfD-Abgeordnete damals.„Schon damals hatte ich prognostiziert, dass es sehr, sehr tragisch wäre, wenn wir am Ende eine Bilanz ziehen müssten, dass weniger Menschen an Covid-19 gestorben sind denn an Suiziden.“Auch der neue Senat unter Franziska Giffey (SPD) knüpfe an dieser Misere nahtlos an, kritisierte er erneut.

„Schulen offenhalten“

Der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums in Würzburg, Marcel Romanos, warnte im SNA-Gespräch bereits im Oktober 2021 vor dieser Entwicklung. „Wir hören immer wieder aus Praxen von niedergelassenen Fachärzten, aber auch von Psychotherapeuten, dass es Situationen gibt, wo sich Konflikte krisenhaft in den Familien zuspitzen“, sagte er damals. „Aber wir sehen auch im pädagogischen Bereich, dass es schwierig ist, in die Familien reinzuschauen. Gerade während der Lockdown-Phasen war das ein großes Problem.“Christian Dohna-Schwake, Leiter der Studie der Universität Essen, plädiert dafür, Schulen „solange das irgendwie geht“ offen zu halten. Die Psychoanalytikerin Renate Schepker betonte: Die Studie sei noch nicht „peer-reviewed“, also noch nicht ausreichend von der wissenschaftlichen Gemeinde begutachtet. Dementsprechend seien die Ergebnisse mit Vorsicht zu behandeln.

Lauterbach streitet Zunahme der Suizid-Versuche bei Kindern ab

Der AfD-Politiker fragt sich, ob Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) solche wissenschaftlichen Erkenntnisse überhaupt kenne oder in seine politische Arbeit mit einfließen lasse.Am Montag sagte der Minister in der TV-Sendung „Hart aber fair“, ihm seien keine entsprechenden Studien bekannt, die beweisen würden, dass der politisch verordnete Lockdown und die Corona-Maßnahmen schwerwiegende psychische Schäden bei jungen Menschen hervorgerufen hätten. Eine Zunahme der Suizid-Versuche unter Kindern und Jugendlichen während der Lockdowns stritt er gar ab.„Ich stelle schon mal fest, dass der Bundesgesundheitsminister Lauterbach von vielen Dingen offensichtlich keine Ahnung hat, sich wahrscheinlich nur in seinem Beraterkreis bewegt und nicht mehr in die Bereiche außerhalb seines Tellerrands hinausblicken kann“, sagte der Berliner AfD-Landespolitiker. „Das war natürlich durch seine große Unwissenheit geprägt, diese Aussage bei ‚Hart aber fair’. Weil die Wahrheit natürlich eine vollkommen andere ist. Seine Panikmache ist der absolut falsche Weg.“Er zitierte einen aktuellen Bericht der spanischen Tageszeitung „El Mundo“, laut dem auch in Spanien eine erhöhte Selbstmord-Rate unter jungen Menschen verzeichnet wird. Dies sei ein internationales Problem.

„Berliner Senat mauert“

Weiter berichtet der AfD-Abgeordnete von seinem Kollegen: „Der versucht jetzt seit knapp anderthalb Jahren, Suizid-Zahlen aus den Jahren 2020 und 2021 für Berlin zu bekommen. Es gelingt ihm nicht. Der Senat scheint dort nur mauern.“ Die letzten Zahlen, die er bekommen habe, seien aus 2018.Woldeit blickt auf die Vorgänger-Bundesregierung zurück und bemängelt, dass der Lockdown noch nicht beendet wurde: „Wir haben ja alle gesehen, was es bedeutet, in einem Lockdown zu sein. Was es bedeutet, die Kinder aus den Schulen oder Kitas fern zu halten. Jeder Mensch ist ein soziales Wesen und braucht seine sozialen Kontakte. Kinder müssen ihre Freundschaften pflegen. Das ist die Zeit der Entwicklung und der Charakterbildung.“

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