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Donnerstag, Juli 29, 2021
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Söder sieht „Gefahr einer beginnenden Wechselstimmung“

Berlin – CSU-Chef Markus Söder sieht die Union vor der Entscheidung über einen Kanzlerkandidaten in einer ernsten Situation. „Es besteht die Gefahr einer beginnenden Wechselstimmung“, sagte er im „Bericht aus Berlin“ des ARD-Hauptstadtstudios. „Es besteht die Gefahr, dass nach 16 erfolgreichen Jahren ein Gefühl aufkommt, vielleicht probieren wir es ohne die Union.“

Deswegen müsse man ein „modernes Programm“ aufstellen. „Das moderne Programm muss aber auch den Geist der Zeit atmen. Es muss Wirtschaft und Klimaschutz zum Beispiel verbinden und die Personen, die das dann repräsentieren, die müssen zu dem Ganzen passen“, fügte er hinzu.

Am Sonntagnachmittag hatten sowohl Söder als auch der CDU-Vorsitzende Armin Laschet ihre Bereitschaft erklärt, die Kanzlerkandidatur zu übernehmen. Auf einen genauen Zeitpunkt für die Entscheidung in dieser Frage wollte sich Söder aber weiterhin nicht festlegen. „Wir warten jetzt einfach mal die nächsten Tage ab“, sagte er.

„Es gibt verschiedene Diskussionsebenen in den zuständigen Gremien und es gibt sicherlich auch viel Rückmeldung aus Bevölkerung und Partei.“ Daraus ergebe sich der Prozess. Dieser könne am Ende zu einem „guten Ergebnis“ führen.

Am Montag sind Beratungen der Parteigremien von CDU und CSU geplant, bei denen eine Richtungsentscheidung fallen könnte. In den Umfragen hat Söder aktuell die deutlich bessere Ausgangsposition als Laschet.

(dts Nachrichtenagentur)

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