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Samstag, Oktober 23, 2021
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Rückholaktion der Bundesregierung: Acht mutmaßliche IS-Frauen mit Kindern aus Syrien zurückgebracht

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Deutsche Frauen mit Kindern sind im Rahmen einer gemeinsamen Operation von Deutschland und Dänemark Mittwochnacht aus Syrien zurückgeholt worden. Der Großteil von ihnen wurde wegen vermutlicher Mitgliedschaft bei der Terrormiliz „Islamischer Staat*“ (IS; auch Daesh) nach der Ankunft in Haft genommen.Der Außenminister Heiko Maas (SPD) informierte am Donnerstag über eine erfolgreiche Rückholaktion via Twitter. Es hieß, dass „23 deutsche Kinder und 8 dazugehörige Mütter“ aus dem Gefangenenlager Roj im Nordosten Syriens zurückgeholt werden konnten. Im Rahmen der Aktion, die mit logistischer Unterstützung der USA lief, wurden auch drei weitere Frauen und 14 Kinder nach Dänemark gebracht.

Bei den Zurückgeholten handelte es sich laut DPA um Fälle, die als besonders schutzbedürftig eingestuft wurden. Es geht vor allem um Kinder, die krank sind oder Sorgeberechtigte in Deutschland haben, sowie um deren Geschwister und Mütter.

Die Frauen im Alter von 30 bis 38 Jahren saßen nach „Spiegel“-Angaben teils jahrelang in einem Gefangenenlager. Wie DPA aus Sicherheitskreisen erfuhr, lagen gegen sechs von ihnen Haftbefehle vor, darunter drei vom Generalbundesanwalt. Das Jugendamt prüft derzeit, wo die Kinder unterkommen können.„Die Kinder trifft keine Schuld an ihrer Lage. Es ist richtig, dass wir alles dafür tun, ihnen ein Leben in Sicherheit und einem guten Umfeld zu ermöglichen. Die Mütter werden sich vor der Strafjustiz für ihr Handeln verantworten müssen“, betonte Maas via Twitter.

Zitat von Außenminister Maas zur Rückholaktion aus Nordsyrien vom 7. Oktober 2021.

Der Zentralrat Êzîden in Deutschland (ZÊD) reagierte auf die Rückkehr mit Forderungen nach „gerechten Strafen“ für die „deutschen Dschihadistinnen“. „Sie dürfen nicht ohne weiteres in die hiesige Gesellschaft zurückkehren und ihren Alltag weiter leben als wäre nichts geschehen“, sagte die ZÊD-Vorsitzende Zemfira Dlovani in der Pressemitteilung.Die Bundesregierung hatte auch früher Frauen zurückgeholt, die einst aus Deutschland in das IS-Gebiet gereist waren. Diese Aktion gilt bislang als die größte. Mitte Juli wurde eine IS-Rückkehrerin in Berlin zu drei Jahren Haft verurteilt.

*Terrorvereinigung, in Deutschland und Russland verboten

Quelle!:

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