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Mittwoch, Mai 12, 2021
Start Europa RDIF meldet Vereinbarung über Produktion von „Sputnik V“-Impfstoff unter anderem mit Deutschland

RDIF meldet Vereinbarung über Produktion von „Sputnik V“-Impfstoff unter anderem mit Deutschland

Der Russische Direktinvestitionsfonds RDIF führt laut einem Sprecher mit einer Reihe von Herstellern Verhandlungen über die Vergrößerung des Produktionsvolumens des russischen Corona-Impfstoffs „Sputnik V“ in der EU. Für den Start der Herstellung wurde demnach eine Vereinbarung unter anderem mit Unternehmen aus Frankreich und Deutschland erzielt.„Der RDIF war seit Beginn des Kampfs gegen die Pandemie auf ein aktives Zusammenwirken mit allen Partnern, darunter auch aus Europa, gesinnt, und offen für solche Verhandlungen“, erklärte ein Sprecher vor Journalisten.„Der RDIF hat bereits Vereinbarungen mit Unternehmen aus Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland erzielt, um die Prodiktion von ,Sputnik V‘ zu beginnen. Derzeit werden auch Gespräche mit einer Reihe von Herstellern geführt, um das Produktionsvolumen in der EU zu vergrößern“, wird der Sprecher von russischen Medien zitiert.Laut den Aussagen des Sprechers ermöglicht dies, nach dem Erhalt einer Genehmigung der EMA, mit der derzeit ein aktives Zusammenwirken im Rahmen der gestarteten Prüfung (das sogenannte „Rolling Review”) erfolgt, aktive „Sputnik V“-Lieferungen auf den vereinten europäischen Markt zu starten.„Der RDIF und die Partner werden bereit sein, Lieferungen in jene EU-Länder zu beginnen, die selbstständig ,Sputnik V‘ registrieren“, so der Sprecher.

Meldung von Reuters

Zuvor hatte Reuters gemeldet, dass einige EU-Staaten die Möglichkeit für einen Verhandlungsstart mit Herstellern des russischen Corona-Impfstoffs „Sputnik V“ erwägen würden.

Ein europäischer Beamter, der die Verhandlungen mit den Herstellern im Namen des Blocks führt, sagte gegenüber Reuters, dass die EU-Regierungen die Möglichkeit erwägen würden, Gespräche mit „Sputnik V“-Herstellern aufzunehmen. Dafür seien Anfragen von vier Ländern notwendig.

Ein weiterer EU-Beamter teilte gegenüber der Agentur mit, dass von italienischen Beamten das Unternehmen ReiThera nahe Rom als möglicher Ort für die Herstellung von Corona-Impfstoffen, die von anderen Unternehmen produziert werden, erwähnt worden sei. Das Unternehmen ReiThera, wovon 30 Prozent dem Staat gehören und das sein eigenes Covid-19-Präparat entwickelt, verzichtete auf Kommentare. Ein Sprecher des italienischen Industrieministeriums weigerte sich ebenfalls, sich zu den Gesprächen über einen möglichen Einsatz von ReiThera für die Produktion von „Sputnik V“ zu äußern.Ein Sprecher der EU-Kommission, die die Verhandlungen mit Impfstoffherstellern koordiniert, erklärte gegenüber Reuters, die EU sei nicht dazu verpflichtet, Verhandlungen mit dem Entwickler des russischen Impfstoffs aufzunehmen, selbst wenn die Arzneimittelregulierungsbehörde des Blocks das Präparat genehmigt.Reuters verweist darauf, dass sich Ungarn und die Slowakei bereits auf die Lieferungen von „Sputnik V“ geeinigt hätten. Tschechien bekundete sein Interesse.„Die Zurückhaltung der EU, Gespräche mit den Entwicklern von ,Sputnik V‘ zu beginnen, könnte sich abschwächen, wenn die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) den Impfstoff genehmigt“, so Reuters.Die EMA hatte am 4. März ein beschleunigtes Verfahren zur Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs „Sputnik V“ begonnen. Eine Zulassung würde es ermöglichen, 50 Millionen EU-Bürger zu impfen, sagte Kirill Dmitriev, der Leiter des Russischen Direktinvestitionsfonds RDIF.

„Sputnik V“

Der vom russischen Gamaleja-Institut entwickelte Corona-Impfstoff „Sputnik V“ wurde bereits im August als weltweit erster registriert. Nach Informationen der renommierten Fachzeitschrift „The Lancet“ zeigte das Präparat in der dritten Testphase eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent. Laut Alexander Ginsburg, Leiter des Gamaleja-Instituts, bietet der Impfstoff einen hundertprozentigen Schutz vor einem schweren und mittelschweren Krankheitsverlauf.

Der Einsatz des russischen Impfstoffs „Sputnik V“ wurde bereits in Weißrussland, Argentinien, Bolivien, Serbien, Algerien, Palästina, Venezuela, Paraguay, Turkmenistan, Ungarn, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Iran, der Republik Guinea, Tunesien, Armenien, Mexiko, Nicaragua, der Republika Srpska (Entität von Bosnien und Herzegowina), dem Libanon, Myanmar, Pakistan, der Mongolei, Bahrain, Montenegro, Saint Vincent und den Grenadinen, Kasachstan, Usbekistan, Gabun, San Marino, Ghana, Syrien, Kirgistan, Guyana, Ägypten, Honduras und Guatemala genehmigt. Auch Deutschland und Österreich haben Interesse an Corona-Impfstoffen aus Russland gezeigt.

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