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Mittwoch, Dezember 8, 2021
Start EU Österreichs Kanzler: Russischer Impfstoff „Sputnik V“ wäre auch eine Option für Europa

Österreichs Kanzler: Russischer Impfstoff „Sputnik V“ wäre auch eine Option für Europa

Österreich hat Interesse an Corona-Impfstoffen aus Russland und China, bestätigte laut DPA Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag in Wien.„Es laufen Gespräche mit unterschiedlichen Herstellern“, sagte er. Sollte die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) zum Beispiel für den russischen Impfstoff „Sputnik V“ eine Zulassung erteilen, dann „ist das natürlich auch eine Option für viele europäische Länder, unter anderem auch für Österreich“, so Kurz.Das Land bemüht sich unter anderem durch eine jüngst vereinbarte Impfstoff-Allianz mit Dänemark und Israel, das Tempo beim Impfen zu beschleunigen.Es sei erfreulich, so Kurz, dass die österreichische Firma Polymun Scientific die Herstellung von Zwischenprodukten für den Impfstoff der Firma BioNTech im ersten Halbjahr von 15 auf 20 Millionen Dosen steigern könne. Die zusätzlichen Dosen würden in der EU verteilt, so Kurz.Der niederösterreichische Pharmazulieferer Polymun hat seine Produktionskapazitäten für den Corona-Impfstoff von BioNTech und Pfizer um ein Viertel ausgeweitet. Wie Polymun-Chef Dietmar Katinge am Freitag sagte, werden bis zum Sommer Chargen für 20 statt 15 Millionen Dosen geliefert.

Für Kurz ist es keine Überraschung, dass die Corona-Zahlen in Österreich weiter zunehmen. Die Zahlen „steigen nach wie vor in einem erwartbaren Ausmaß“.Am Freitag wurden binnen 24 Stunden 2668 Neuinfektionen verzeichnet, das entspräche unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl rund 20.000 Fällen in Deutschland. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei rund 170. Österreich hatte am 8. Februar alle Geschäfte und viele Dienstleistungsbetriebe wieder geöffnet. Millionenfache Tests sollen die Öffnungsschritte absichern.Kurz hatte am 26. Februar mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Telefon über mögliche Lieferungen des russischen Corona-Impfstoffes „Sputnik V“ nach Österreich gesprochen. Wie der Kreml mitteilte, ging es auch um die Einrichtung einer gemeinsamen Produktion des Impfstoffes.

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