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Donnerstag, Oktober 28, 2021
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„Oder diesen Lutschertest – Sie wissen, was ich meine“ – Spahn informiert über Schnelltest-Konzepte

Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sind in Deutschland von den Schnelltests gerade mehr als genug da. Ab der kommenden Woche sollen sie als kostenloses Angebot für alle Bürger zugänglich werden. Für deren Auswertung und statistische Meldung an das RKI gibt es offenbar keine staatliche Lösung.Jedes Testzentrum wisse, wo man diese Schnelltests bestellen könne, sagte Spahn weiter auf der Bundespressekonferenz am Freitag. Der Bund übernehme nun die Kosten dafür. Der Minister bot sich nach eigenen Angaben den Ländern nur als „Kontaktbörse“ an, also, um Kontakt zu Testherstellern herzustellen und dann Tests etwa für Schulen und Kitas zu bestellen. Auch Selbsttests für zu Hause würden jetzt auf den Markt kommen, Hersteller hätten da 20 Millionen Stück pro Woche signalisiert.„Wo auch niemand sich in Schutzkleidung begeben muss“, erklärte Spahn etwas verwirrt die Funktionierung der Selbsttests, „sondern wo jeder sich selbst im Mundraum oder im Nasenraum – es wird entsprechend auch Speicheltests oder diesen Lutschertest geben, also wenn man einige Zeit dann an etwas – Sie wissen, was ich meine – herumlutscht.“

Was macht eigentlich Spahns neue Taskforce?

Und wie sollen dann positive Ergebnisse solcher Tests ausgewertet werden? Schließlich ist Spahn zusammen mit dem Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) Chef der neugegründeten Teststrategie-Taskforce, die die Testkonzepte als Bedingung der weiteren Lockerungen entwickeln soll.

Positive Ergebnisse von Schnell- und Selbsttests müssten dann durch einen genaueren PCR-Labortests überprüft werden, so Spahn. Bei negativen Ergebnissen seien Abstand und Masken jedoch weiterhin erforderlich.

„Da bin ich einfach wirklich optimistisch, dass da Innovation, Kreativität, Pragmatismus vor Ort – immer jede Idee, die wir im Bundesministerium haben – am Ende vielleicht noch ein Stück übertrifft“, begründete Spahn weiter.Innovation und Kreativität werden künftig offenbar vor allem bei Gastronomen und Veranstaltern angesagt sein. Denn ein Konzept, wie die Schnelltest-Ergebnisse aus Gastronomie und Kultur dann die Gesundheitsämter erreichen könnten, hat Spahn für sie nicht. „Das wird sich doch ergeben“, so der CDU-Politiker, der Staat könne ja nicht alles regeln. Die Anbieter würden sich die Abläufe zum Beispiel im Theater oder im Kino selbst schaffen, davon sei Spahn überzeugt.

„Wir sollten doch einfach gemeinsam positiv wahrnehmen, was da alles schon kreativ, agil vor Ort entstanden ist. Die meisten Anbieter machen es doch schon digital“, wies Spahn auf die meist privaten Anbieter von Schnelltestzentren hin. Er setze da auf die „Innovationskraft der Anbieter“.Ansonsten mahnte Spahn verstärkt zu Vorsicht bei weiteren Lockerungen von Corona-Beschränkungen. Keine Öffnungsschritte zu wagen, wäre aber auch kaum verantwortbar gewesen. Wichtig sei deswegen die vereinbarte „Notbremse“ für den Fall, dass die Neuinfektionen dann wieder stark ansteigen sollten.Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, warnte seinerseits auf der Konferenz vor den Folgen einer Ausbreitung der Virus-Mutation B117, auch als britische Variante bekannt. Es sei absehbar, dass diese Variante des Coronavirus bald die vorherrschende in Deutschland sei, so Wieler. Und dann werde es noch schwieriger, das Virus im Zaum zu halten – es sei „ein Signal einer Trendumkehr“.

Am heutigen Freitag meldete das RKI 10.580 neue Positiv-Tests und 264 weitere Tote. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist demnächst auf 65,4 (Vortag: 64,7) gestiegen.

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