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Nach Rückzug aus Afghanistan: Nato versucht, die Lage in Asien „anzuheizen“ – Lawrow

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Nach dem Rückzug aus Afghanistan strebt die Nato danach, ihre Kräfte nach Zentral- oder Südasien umzuverteilen und in die Region Ströme von afghanischen Flüchtlingen zu schicken. Dies erklärte Russlands Außenminister Sergej Lawrow beim Außenministertreffen der Teilnahmeländer der Konferenz für Interaktion und Vertrauen in Asien (CICA).„Wir erkennen bewusste Versuche, die Lage ,anzuheizen‘ und die aktuellen Abläufe des zwischenstaatlichen Zusammenwirkens ins Wanken zu bringen“, so Lawrow.Laut seinen Worten beteiligen sich daran auch „engmaschige Strukturen mit exklusivem Charakter und Militärblöcke, die in der Logik eines Kalten Krieges und einer Eindämmungspolitik geschaffen werden“.

Lawrow betonte dabei, die Nato gehe an dem Punkt bezüglich ihrer Verantwortung für die Konsequenzen ihrer 20 Jahre langen Experimente vorbei:„Und der internationalen Gemeinschaft, vor allem den Nachbarn Afghanistans, ist geboten, die Probleme zu lösen.“Ferner verwies Russlands Außenminister darauf, dass das Bündnis nach dem Rückzug in Afghanistan viele Waffen und Militärtechnik zurückgelassen habe. „Es ist wichtig, dass diese nicht zu zerstörerischen Zwecken genutzt werden“, warnte Lawrow.

Anfang August hatten die Taliban* vor dem Hintergrund des internationalen Truppenabzugs aus Afghanistan eine großangelegte Offensive gegen die Regierungstruppen gestartet, alle afghanischen Großstädte und Grenzübergänge unter ihre Kontrolle gebracht und das Ende des 20 Jahre langen Krieges angekündigt.

Am 31. August haben die USA ihren Afghanistan-Einsatz nach knapp 20 Jahren beendet. Am 6. September erklärten die Taliban auch Pandschir, die letzte der insgesamt 34 Provinzen, die Widerstand leistete, für erobert. Kurz danach proklamierten die Taliban die Übergangsregierung. Zum amtierenden Regierungschef wurde Mullah Hassan Achund bestimmt – er war Außenminister während der ersten Talibanherrschaft von 1996 bis 2001 und befindet sich unter Sanktionen der Vereinten Nationen.

* Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.

Quelle!:

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