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Dienstag, Mai 18, 2021
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Keine „Lügenpresse“: Vertrauen in Medien in Deutschland in Corona-Krise gewachsen – Studie

Laut einer Langzeitstudie aus Mainz ist das Vertrauen der Menschen in Deutschland in die Medien in der Corona-Krise deutlich gewachsen. Die Mehrheit zeigt sich zufrieden mit der Corona-Berichterstattung. Auch die Zustimmung zu „Lügenpresse“-Vorwurf soll bisher auf niedrigstem Stand sein.Dies geht wenigstens aus der Langzeitstudie „Medienvertrauen“ hervor, vom Institut für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie dem Institut für Sozialwissenschaften der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf durchgeführt. Befragt wurden die Menschen für die Studie im November und Dezember 2020, veröffentlicht wurde die Studie nach der Auswertung erst am heutigen Donnerstag. Demnach gaben 56 Prozent der Befragten im November und Dezember an, voll und ganz beziehungsweise eher Medien zu vertrauen, wenn es sich um wirklich wichtige Dinge wie etwa Umweltprobleme, Gesundheitsgefahren oder politische Skandale dreht.So hoch war der Wert seit der ersten Studie 2008 noch nie. Die Ergebnisse zu der Frage lagen in den vergangenen Studien-Ausgaben zwischen 28 und 44 Prozent. 2019 etwa waren es nur 43 Prozent gewesen.Auch die Zustimmung zu „Lügenpresse“-Vorwurf ist laut der Studie deutlich zurückgegangen. Insgesamt bejahten nur elf Prozent der Deutschen die Aussage, dass die Bevölkerung in Deutschland von den Medien systematisch belogen werde. In den Vorjahren lag die Zustimmung zwischen 13 und 19 Prozent. Zwei Drittel weisen den „Lügenpresse“-Vorwurf in der neuen Befragung zurück.

Im Allgemeinen weisen die Autoren der Befragung darauf hin, dass der Informations- und Orientierungsbedarf in der Bevölkerung offenbar mit wachsendem Vertrauen in die Medien einhergegangen sei. Ob es sich hierbei um ein nachhaltiges Vertrauensplus handele, müsse sich jedoch erst noch zeigen. Es sei möglich, dass sich die Stimmung in den folgenden Wochen erneut verändert habe, parallel zur wachsenden Unzufriedenheit mit dem politischen Krisenmanagement, schreiben die Autoren. Für die repräsentative Studie befragten sie 1.207 Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren.

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