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Dienstag, Juli 27, 2021
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Keine geopolitischen Scheuklappen erlauben: Kurz hofft auf baldige EU-Zulassung von Sputnik V

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Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat beim St. Petersburger internationalen Wirtschaftsforum über die Rolle des russischen Impfstoffs Sputnik V bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie in der ganzen Welt gesprochen. In Bezug auf die Zulassung des Impfstoffs in der Europäischen Union zeigte sich Kurz optimistisch.„Unser gemeinsames Ziel muss es jetzt sein, dass wir wirtschaftlich bis 2022 wieder den Lebensstandard erreichen, den wir vor der Pandemie hatten. Und das kann nur gelingen, wenn wir das Coronavirus auf der ganzen Welt in jedem Land besiegt haben“, sagte Österreichs Bundeskanzler.„Unsere stärkste Waffe im Kampf gegen Corona ist die Schutzimpfung.“

Sebastian Kurz - SNA

Sebastian KurzÖsterreichs Bundeskanzler„Vor einem Jahr war es unsere große Hoffnung, einen Impfschutz zu entwickeln, die Pandemie zu besiegen und im Sommer wieder zur Normalität zurückzukehren. Dass diese Hoffnung langsam zur Realität wird, ist alles andere als selbstverständlich“, so Kurz. Ohne die globale Zusammenarbeit der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Politik wäre es nicht möglich gewesen, dieses Ziel zu erreichen, betonte Kurz.„Dabei soll es keine Rolle spielen, ob ein Impfstoff aus den USA, aus Russland, aus China oder aus der Europäischen Union kommt. Hier darf es keinen Platz für geopolitische Scheuklappen geben“, so der österreichische Bundeskanzler.„Ich bin froh, dass Sputnik V mittlerweile in über 60 Ländern zum Einsatz kommt und damit auch ein wesentlicher Bestandteil im Impfstoffangebot ist. Und ich darf mich auch bei Ihnen bedanken, sehr geehrter Herr Präsident Putin, für Ihren Einsatz in diesem Bereich, denn es ist wichtig, dass in allen Ländern der Welt die Pandemie besiegt wird“, betonte Kurz.Kurz äußerte sich auch zur Zulassung von „Sputnik V“ in der EU. Er hofft nach eigener Aussage, dass die Prüfung des russischen Impfstoffs demnächst erfolgreich abgeschlossen werde.„Wir haben in Österreich sehr gute Gespräche mit unseren russischen Partnern geführt und auch darüber gesprochen, auch Sputnik V zum Einsatz zu bringen. Allerdings ist es rechtlich bei uns so, dass Impfstoffe nur dann angewendet werden, wenn sie auch eine Zulassung durch die EMA haben, das hat auch bei anderen Impfstoffen einige Zeit gedauert. Bei Sputnik dauert diese Prüfung leider immer noch an“, so Kurz.„Ich bin sehr, sehr optimistisch, dass sie positiv abgeschlossen wird. Wenn es hier früher eine Genehmigung gegeben hätte, dann hätten wir Sputnik zum Einsatz bringen können und dann hätten die Impffortschritte in Österreich noch schneller gehen können“, betonte Kurz.

Nord Stream 2 als „große Chance für Energiesicherheit in Europa“

Österreich habe einen „sehr positiven“ Blick auf Nord Stream 2, betonte Kurz. „Gas ist nach wie vor nicht nur für Österreich, sondern auch für weite Teile Europas extrem relevant, und das wird auch lange Zeit so bleiben. Ich glaube, dass es wichtig ist, hier auch entsprechend sichere, moderne Energierouten zu haben, wie es Nord Stream 2 zweifelsohne sein wird“, sagte Kurz.„Wir sind sehr optimistisch, dass es (das Projekt Nord Stream 2 – Anm. d. Red.) umgesetzt werden kann. Genauso wie Deutschland und einige andere Länder in unserer Region sehen wir dieses Projekt als große Chance für Energiesicherheit in Europa“, betonte Österreichs Bundeskanzler.

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