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Donnerstag, September 23, 2021
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„Ich will diese kranke Ideologie nicht in EU“: Kurz verteidigt sich wegen Afghanistan-Abschiebungen

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Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) rechnet wegen des Truppenabzugs aus Afghanistan mit steigenden Flüchtlingszahlen und will dabei weiter auf Abschiebungen setzen. Warum er eine solche Politik für richtig hält, hat Kurz gegenüber der „Bild live“ am Freitag erklärt.Die heutige Lage in Afghanistan bezeichnete Kanzler Kurz als „dramatisch“. Er zeigte sich sicher: „Das wird zu Migrationsströmen führen.“ Kurz ist zugleich der Meinung, die Europäer, sei es Deutschland, Österreich oder Schweden, könnten die Probleme Afghanistans nicht durch eine massenhafte Flüchtlingsaufnahme lösen, wie es 2015 der Fall gewesen sei. „Wir sind bei jedem einzelnen froh, der sich gut integriert. Aber ich bin einfach niemand, der die Probleme leugnet“, so Kurz.

Dem Kanzler zufolge gebe es viele Geflüchtete, die ein anderes „Gedankengut nach Europa bringen“. „Wir haben gerade durch diese Migrationsströme in den letzten Jahren sehr viel an Antisemitismus nach Europa importiert. Wir haben viele Menschen, die zu uns gekommen sind, die klar homophob sind oder die die Rechte der Frau nicht unbedingt hochhalten“, sagte Kurz.„Ich möchte genau diese kranke Ideologie nicht nach Europa importieren“, betonte er in der Sendung.Deshalb blieb der Politiker, im Gespräch unter anderem mit erschreckenden Berichten über brutale Praktiken gegen Homosexuelle in Afghanistan konfrontiert, seiner Position in der Migrationsfrage treu: „Wir werden sicherlich weiter nach Afghanistan abschieben.“ Er argumentierte weiter: „Sie müssen sich ja nur die Kriminalitätsstatistiken anschauen. Vieles, was es hier an Brutalität gibt, hat es in der Vergangenheit so nicht gegeben. Die Zahlen sind sehr eindeutig in gewissen Gruppen, was die Häufung der Gewaltverbrechen oder sexueller Gewalt gegen Frauen z.B. betrifft.“ Hierbei verwies Kurz auf einen jüngsten Vergewaltigungsfall in Wien.„Vor kurzem haben mehrere junge afghanische Männer ein 13-jähriges Mädchen unter Drogen gesetzt, vergewaltigt, ermordet und dann wie eine Sache abgelegt. Man darf nie den Fehler machen, alle über einen Kamm zu scheren. Aber es stimmt, dass wir mit vielen, die aus Afghanistan, Tschetschenien und anderen Teilen der Welt gekommen sind, aus ganz anderen Systemen und Kulturkreisen, massive Probleme haben.“

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