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Montag, Oktober 25, 2021
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„Feindbild Russland“: Altkanzler Schröder warnt vor „kaltem Gas-Krieg“

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Für den neuerlichen Preisanstieg auf dem Gasmarkt haben manche deutsche Politiker und Medien Russlands Präsident Wladimir Putin schuldig gemacht. Mit Fakten widerlegt Altkanzler Gerhard Schröder diese Anschuldigungen und erläutert die eigentlichen Ursachen für die Gasknappheit auf dem Weltmarkt. Sein Appell: Einen kalten Gas-Krieg verhindern!Für die deutschen „Leitmedien“ gilt es längst als Selbstverständlichkeit: Russland will eine möglichst baldige Inbetriebnahme der Pipeline Nord Stream 2 mit einem künstlich erzeugten Gasdefizit erpressen. Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin wird eine gemeine Überlegung zugeschrieben: Aus Angst vor einem kalten Winter würden sich die Europäer gezwungen sehen, die restlichen Hindernisse für die Aufnahme der Gaslieferungen im Eiltempo zu beseitigen.

Während der Wahlkampagne war vor allem von der Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, dauernd zu hören, Moskau werde die mittlerweile so gut wie fertiggestellte Nord Stream 2-Pipeline als geopolitische Waffe gegen Europa einsetzen.

„Der Schuldige für den Preisanstieg ist für manche Medien, aber auch für einige im politischen Bereich schnell gefunden: der russische Präsident Wladimir Putin“, stellt Altkanzler GerhardSchröder in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“ fest. „Er drehe den Gashahn zu, daher müssten wir Europäer einen kalten Winter fürchten.“Als Verwaltungsratsvorsitzender der Pipelinegesellschaft Nord Stream 2 verfügt Schröder über ausreichende Fachkenntnisse und Kennziffern. Seine Feststellung: Der Erdgaspreis für die Endkunden in Deutschland ist gegenüber dem Vorjahr in der Tat um 15 Prozent gestiegen. Die Gründe dafür liegen aber nicht in hinterlistigen russischen Intrigen, sondern in der Weltmarktkonjunktur, die unter anderem durch die Pandemie maßgeblich beeinflusst wurde. Darüber hinaus haben die kälteren Temperaturen im vergangenen Winter, die bis in den Frühling andauerten, eine einmonatige Verspätung der Wiedereinspeisung der Gasspeicher verursacht, so Schröder.

Wo bleibt das „Freedom-Gas“?

Hinzu kommt, dass es für Deutschland und Europa momentan ohnehin keine greifbare Alternative für das Pipeline-Gas aus Russland und Norwegen gebe.

„Was ist nun mit dem sogenannten ‚Freedom-Gas‘, das uns die USA immer als preisgünstige und im Überfluss vorhandene Alternative angepriesen haben?“, schreibt der Altkanzler. „Die Antwort ist einfach. Es kommt nicht.“Trotz der ziemlich angespannten politischen Verhältnisse zwischen Washington und Peking nutzten die USA „die Möglichkeit, um Erdgas nicht nach Europa, sondern lukrativ nach China zu verkaufen“, stellt der Autor fest. Die entsprechenden US-amerikanischen Flüssiggas-Lieferungen seien in letzter Zeit auf das Mehrfache gestiegen, während die LNF-Importe der EU und Großbritanniens um 17 Prozent zurückgegangen seien. „Die LNG-Tanker fahren nach Asien.“

Gleichzeitig „fordern die USA, dass Europa seinen Handel mit China einschränken soll“, betont Schröder. Es sei hinzugefügt, dass die USA-Regierung die Umsetzung des Nord Stream 2-Projekts mit zahlreichen Sanktionen zu behindern versucht.

„Auch wenn die Schlagzeilen über eine angebliche Gaskrise derzeit dramatisch klingen, braucht sich niemand zu sorgen, denn der Bedarf der Verbraucher wird weiterhin bedient“, so der Altkanzler.„Auch das Bundeswirtschaftsministerium bestätigte jüngst, dass es keine Engpasssituation gibt und alle Verträge bedient werden. Seit mehr als 50 Jahren ist Russland beziehungsweise die damalige Sowjetunion ein verlässlicher Lieferant – das galt auch für die Zeit des real existierenden Kalten Krieges. Russland fällt also als Feindbild für einen kalten Gaskrieg aus.“

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