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Eine Konferenz, die keine war? Pathologen distanzieren sich von Vortrag über Impftote

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Eine „Pathologie-Konferenz“ in Reutlingen erweckte den Eindruck, dass es in Deutschland sehr viele nicht erfasste Impftote gäbe. Indes hatte die Konferenz wissenschaftliche Mängel. Hintergründe fehlten, Behauptungen wurden nicht belegt, es gibt auch offene Widersprüche. Pathologenverbände distanzieren sich von der Darstellung in Reutlingen.Eine „Pathologie-Konferenz“ wurde am Montag im baden-württembergischen Reutlingen veranstaltet, am „Pathologischen Institut Reutlingen“, das aber nicht mit dem „Institut für Pathologie“ am Reutlinger Klinikum verwechselt werden darf. Um welche Räume welchen Instituts es sich handelte, ist nicht klar. Dabei wäre es ganz nützlich, wenn die Organisatoren da etwas präziser gewesen wären, ging es in der Konferenz doch um ein brisantes Thema: Tote durch Covid-19-Impfungen, deren Ziffern laut den vortragenden Experten deutlich höher lägen, als bislang von den meisten angenommen.

Dass die drei Experten – zwei Pathologen und ein Elektrotechniker – schon länger in Rente sind, wäre noch kein vernünftiger Grund, an ihnen zu zweifeln. Im Gegenteil können gerade Menschen, die die Karriere hinter sich haben, oftmals am ungezwungensten reden, weil sie nichts mehr zu verlieren haben. Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass die Konferenz von der „Stiftung Corona-Ausschuss“ veranstaltet wurde, die sich dem Kampf gegen behördliche Maßnahmen in der Pandemie verschrieben hat und diesen Kampf nicht nur auf sachlicher, sondern sehr stark auch auf emotionaler Ebene führt. Aber das sollte nicht das Problem der Experten sein. Sie sind verantwortlich für das, was sie inhaltlich sagen, nicht für den Rahmen, in dem sie es sagen.

Lymphozyten nach Impfung sollen Todesursache sein

Doch genau dieser Inhalt ist eine Achillesferse der „Pathologie-Konferenz“: Man erfährt sehr viel Schreckliches über die Impfung anhand von zehn Todesfällen. Die meisten der Betroffenen haben laut den Experten krankhafte Veränderungen in Herz, Lunge oder an den Gefäßwänden. Diese Veränderungen hängen laut Darstellung nicht mit natürlichen Erkrankungen zusammen, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit mit der Covid-19-Impfung. Auslöser für die Veränderungen ist aus Sicht der Experten ein Immunsystem, das „Amok“ läuft. Ersichtlich soll das anhand schwarzer Punkte im Gewebe sein, die Lymphozyten repräsentieren sollen, bestimmte Zellen des Immunsystems, die dort nichts verloren haben.

Indizien können aber auch auf andere Krankheiten deuten

Indes sind solche schwarzen Punkte auch auf Gewebebildern von einem „gewöhnlichen“ Herzinfarkt zu sehen, ebenso bei Krebserkrankungen oder einer Lungenfibrose. Das kann jeder mit einer einfachen Sucheingabe selbst prüfen. Allerdings kommt Hochmut bekanntlich vor dem Fall: Nur weil man eine Suchmaschine bedienen kann, ist man noch lange kein Pathologe. Es könnte ja durchaus sein, dass man nur den entscheidenden Unterschied nicht sieht, weil das Auge nicht geübt ist. Es ist deshalb von Vorteil, dass sich andere Menschen vom Fach zu Wort gemeldet haben, wie etwa der Bundeswehr-Pathologe Konrad Steinestel:


Dan@Dan92152658
·

20. Sep. 2021Antwort an @KSteinestel @mathias_reuter und @Tim_RoehnWelche Aussagen sind unhaltbar ?

Konrad Steinestel@KSteinestel

Fast alle: – die abgeschilferten Endothelzellen im Gefäßlumen zusammen mit Erys sind typisch bei Autopsien – die Lungenbefunde zeigen keine Gefäßentzündungen, Lymphfollikel können vorkommen , die gezeigten Riesenzellen sind pathognomonisch für eine Hypersensitivitätspneumonie

Nun könnte eingewendet werden, dass es sich um einen Expertendisput handelt. Aber der Streit beschränkt sich nicht einfach nur auf eine simple Konfrontation Meinung gegen Meinung, sondern erregte auch das Interesse von Zusammenschlüssen deutscher Pathologen.

Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP) reagiert

„Als DGP distanzieren wir uns von den Aussagen der beiden Herren. Es handelt sich um persönliche Meinungsäußerungen und nicht um die Position der Fachgesellschaft. Wie auch von anderer Seite bereits kritisch bemerkt, sind die präsentierten Daten nicht wissenschaftlich fundiert.“Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP)in einer Antwort auf eine SNA-AnfrageDie DGP verweist auf einen Artikel der Tageszeitung „Welt“, in dem Benjamin Ondruschka, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Kritik an der Vorstellung der präsentierten Fakten übt. „Mir war bis zum Schluss nicht klar, wovon konkret die beiden eigentlich sprechen“, sagte er gegenüber der „Welt“. „Es wurde nicht mitgeteilt, woher sie diese Proben oder Präparate hatten, ob es sich um Objektträger handelte, die ihnen von anderen Pathologen oder Rechtsmedizinern zur Zweitbegutachtung vorgelegt worden sind, ob es gegebenenfalls besonders schwierige Fälle waren, ob die Patienten zu Lebzeiten Symptome aufgewiesen hatten. Das ist aber wirklich wichtig zur Beurteilung. Die Fälle schienen sehr heterogen zusammengesetzt zu sein, teilweise mit mehrmonatigen Zeitintervallen zwischen Impfung und Versterben.“

Die DGP ergänzt ihre Stellungnahme gegenüber SNA: „Uns ist, wie den Kollegen von der Rechtsmedizin Hamburg, bislang keine auffällige Korrelation von Todesfällen im Zusammenhang mit der Impfung bekannt – wobei natürlich nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Impfung auch Komplikationen verursachen kann. Für die Bewertung solch unerwünschter Nebenwirkungen ist das Paul-Ehrlich-Institut zuständig. Dort kann gerne nachgefragt werden.“

Bundesverband Deutscher Pathologen (BDP) antwortet SNA

„Generell befürwortet der Bundesverband Deutscher Pathologen das Durchführen von Obduktionen an PatientInnen, die im zeitlichen Zusammenhang mit der COVID-19-Impfung verstorben sind. Nur auf diese Weise lässt sich wissenschaftlich und fachlich fundiert die Frage beantworten, ob die PatientInnen im Einzelfall ‚an oder mit der Impfung sterben‘.“Bundesverband Deutscher Pathologen (BDP)in einer Antwort auf eine SNA-AnfrageDer BDP verweist auf einen Brief an den Bundesgesundheitsminister vom 22. März, in dem mehr Obduktionen von Geimpften empfohlen wurden. Das Schreiben wurde verfasst im Namen des Bundesverbandes Deutscher Rechtsmediziner, der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin, des Bundesverbandes Deutscher Pathologen, der Deutschen Gesellschaft für Pathologie und der Deutschen Gesellschaft für Neuropathologie und Neuroanatomie. Dass die Forschung für die Klärung und für mehr Obduktionen ist, geht aus dem Dokument deutlich hervor.

Zu der „Pathologie-Konferenz“ merkt der Bundesverband an:„Die in dem Video vorgetragenen Meinungsäußerungen von Herrn Professor Burkhardt und Herrn Professor Lang sind unseres Wissens derzeit weder ausreichend wissenschaftlich untermauert noch liegen sie in einem kommentierungswürdigen Format vor. Bevor sie einer Öffentlichkeit bekannt gegeben werden, sollten sie in Fachkreisen auf dem Boden einer ausreichenden Datenlage vorgestellt und diskutiert werden.“Aber vielleicht braucht es nicht einmal Fachverbände, um zu dem Schluss zu kommen, dass etwas an der „Konferenz“ nicht stimmen könnte. Da wäre etwa das Spiel mit den Wahrscheinlichkeiten und der Dunkelziffer. Am Beginn der Konferenz wird folgende Aufteilung der Todesfälle vorgestellt: Fünf Todesfälle sind sehr wahrscheinlich impfbedingt, zwei wahrscheinlich, einer lediglich möglich, einer eher zufällig und ein letzter noch nicht ausgewertet. Trotzdem wird deutlich später im Video postuliert:

„Es gehen uns 90 Prozent (der Todesfälle – Anm.d.Red.) durch die Lappen.“Aussage auf der „Pathologie Konferenz“ in Reutlingen am 20. September 2021

Wurde unsauber gerechnet?

Wurden hier zu den fünf sehr wahrscheinlichen und zwei wahrscheinlichen auch alle anderen bis auf den einen zufälligen Fall draufgeschlagen? Wurde das Ergebnis einer Gruppe von Todesfällen, die einzig und allein durch absolute Unklarheit besticht, auf Sterbefälle in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung in Deutschland ganz allgemein projiziert? Und was für eine Stichprobe sollen diese zehn Fälle sein, wenn nicht erklärt wird, wie sie zustande kamen? Solche „Operationen“ werden deshalb schnell verdächtigt, mehr verwandt mit Magie als mit Statistik zu sein.

Auch sonst verwickelten sich die vortragenden Experten in Widersprüche. So ist gegen Anfang der Konferenz die Rede davon, dass der Pathologe den klinischen Verlauf kennen muss, um sich ein Urteil über die Todesursache anmaßen zu dürfen. Als es aber in einem der Fälle um die Todesursache „rhythmogenes Herzversagen“ geht, tadelt derselbe Experte den Pathologen mit den Worten: „Ich weiß nicht, wie der Obduzent den Rhythmus bestimmt, aber okay.“ Aber vielleicht kannte er schlicht den klinischen Verlauf, wie eingangs angemerkt?Fazit ist: Pathologen und Pathologenverbände distanzieren sich sehr deutlich von der Reutlinger „Pathologie-Konferenz“ und bezeichnen die dort vorgestellten Ergebnisse als nicht wissenschaftlich untermauert und mangelhaft präsentiert.

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