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Corona-Tests nicht mehr kostenlos: Für Spahn hat „Fairness vor dem Steuerzahler“ hohe Priorität

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Ab Montag sollen die Corona-Schnelltests für die deutschen Bürger nicht mehr gratis sein – vor allem für diejenigen, bei denen keine medizinischen Gründe gegen eine Impfung vorliegen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat diesen von einigen Seiten kritisierten Schritt verteidigt und die Wichtigkeit der Immunisierung noch einmal hervorgehoben.„Kostenlose Bürgertests abzuschaffen, gebietet die Fairness vor dem Steuerzahler“, erklärte der CDU-Politiker gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Jeder, für den es empfohlen ist und der will, konnte sich mittlerweile impfen lassen“, argumentierte Spahn.„Deshalb werden Bürgertests ab Montag nur noch für diejenigen kostenlos sein, für die es keine empfohlene Impfung gibt. Das sind insbesondere Kinder und Jugendliche.“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn - SNA

Jens SpahnBundesgesundheitsministerDer SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erhofft sich vom Ende der Gratis-Tests auch positive Auswirkungen auf die Impfquote.„Kostenpflichtige Tests werden dazu führen, dass sich sehr viele noch impfen lassen, weil sie eine regelmäßige Testung vermeiden wollen“, sagte er den Funke-Zeitungen.

Karl Lauterbach (Archivbild) - SNA

Karl LauterbachSPD-GesundheitsexperteNicht-Geimpfte brauchen aktuelle Schnelltests inzwischen häufig für den Zugang zu Restaurants oder Veranstaltungen.

Spahn verwies auch darauf, dass es Tests in Pflegeheimen, Krankenhäusern, Schulen oder auf der Arbeit weiterhin kostenlos gebe. Das sei wichtig, um gut durch Herbst und Winter zu kommen, so der Politiker weiter. Er hob zudem hervor, dass jeder sich weiterhin kostenlos gegen Corona impfen lassen könne.

Einige Gruppen können weiterhin mit Gratis-Tests rechnen

Von der neuen Regelung sollen Menschen ausgenommen werden, denen eine Corona-Impfung nicht empfohlen wird. Das Ziel der kostenpflichtigen Tests ist die Wiederbelebung der Impfkampagne, um einen erneuten Lockdown im Herbst und Winter zu verhindern.Personen, für die keine Möglichkeit besteht, einen vollständigen Impfschutz zu erlangen, haben laut der offiziellen Internet-Seite der Bundesregierung weiterhin die Möglichkeit, sich mindestens einmal wöchentlich kostenlos mit einem Schnelltest testen zu lassen. Diese sechs Gruppen werden auf dem Portal ebenso erwähnt.Wer nach dem Ende der allgemeinen Bürgertestung am 11. Oktober eine kostenlose Testung in Anspruch nehmen möchte, muss seine Berechtigung nachweisen können.Am Arbeitsplatz müssen die Arbeitgeber allen Beschäftigten, die in Präsenz arbeiten, weiterhin mindestens zweimal pro Woche Coronatests anbieten. Die Kosten dafür müssen laut der Corona-Arbeitsschutzverordnung vom Arbeitgeber übernommen werden.Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten im August vereinbart, dass das vom Bund seit März finanzierte Angebot mit kostenlosen „Bürgertests“ für alle auch ohne Corona-Symptome enden soll.

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