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Donnerstag, Mai 6, 2021
Start Europa Bei „Anne Will“: Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und andere wenig erfreuliche Aussichten

Bei „Anne Will“: Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und andere wenig erfreuliche Aussichten

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Über 20 Minuten. So lang interviewte Anne Will nur eine einzige Teilnehmerin der Talkshow und ignorierte die restlichen. Diese Teilnehmerin war Annalena Baerbock. Die Grünen-Kanzlerkandidatin verriet, ob sie demnächst ihr Geschlecht ändern will und welche Verbote sie sinnvoll findet. An mindestens einer Stelle hat sie sicherlich gelogen.„Irgendwie steht ganz blöd im Raum, dass Sie es nur geworden sind, weil Sie eine Frau sind. Kriegen Sie das noch mal abgeräumt?“ lautete die erste Frage der Talkmasterin an die Kanzlerkandidatin. Zwar ist die Journalistin Anne Will längst dafür bekannt, dass sie der Gender-Problematik stets besondere Aufmerksamkeit schenkt, dennoch hätte sie sich vielleicht eine andere Einleitung zum Gespräch mit der (mittlerweile ziemlich wahrscheinlichen) nächsten Bundeskanzlerin einfallen können. Immerhin sollte die Moderatorin wohl gemerkt haben, dass die Bundesrepublik seit 16 Jahren von einer Frau regiert wird, was längst niemand mehr komisch findet.

Anne Wills bedrohliche Beinbewegung

Natürlich war Baerbock auf diese Frage gefasst und hatte auch eine witzige Antwort parat:

„Also mein Geschlecht werde ich nicht ändern, auch nicht in den nächsten sechs Monaten.“Dennoch ließ sich Anne Will von dem Witz nicht abbringen und bohrte tierisch ernst in die gleiche Richtung weiter: Der Grünen-Covorsitzende Robert Habeck habe in einem Interview gesagt, Frau Baerbocks Geschlecht sei ein „zentrales Kriterium“ gewesen „in einem ansonsten männlichen Wahlkampf“.

„Natürlich hat die Frage von Emanzipation auch eine Rolle gespielt, gerade in diesen Zeiten“, räumte die Kanzlerkandidatin ein. „Aber der alleinige Grund ist es nicht gewesen.“Egal, ob es absichtlich oder rein reflektorisch war: Je länger das Interview dauerte, desto energischer und bedrohlicher wippte die Moderatorin mit ihrem schwarzweißen Laufschuh. Wollte Anne Will damit dem Interview etwa mehr Dramatik verleihen?Jedenfalls wählte sie für das Gespräch einen ziemlich offensiven Ton und machte unter anderem deutlich, dass Baerbocks fehlende Regierungserfahrung nicht allen Wählerinnen und Wählern gefallen würde.

Baerbock: „Ich schaue nicht auf Umfragewerte“

„Wenn Regierungserfahrung die einzige Voraussetzung wäre“, erwiderte diese, „dann könnte doch die GroKo einfach weiterregieren.“ Dafür habe Annalena Baerbock nach eigenen Worten viele tolle Eigenschaften, die die fehlende Erfahrung leicht kompensieren würden:

„Ich bin jemand, der sehr lernfähig ist, der schnell lernt… Ich habe großen Respekt und große Demut.“ Und: „Ich habe einen klaren Kompass, wie wir dieses Land gemeinsam erneuern können.“Das letztere klang allerdings nicht gerade demütig, oder?Allemal bewies Baerbock jedenfalls ihre Fähigkeit, diplomatisch zu antworten. Denn natürlich war sie froh, dass sie nun nicht gegen den „Umfragen-König“ Markus Söder (CSU), sondern gegen den mittlerweile mächtig lädierten Armin Laschet (CDU) antreten muss. Eine Antwort auf die entsprechende direkte Frage der Moderatorin packte sie aber in sanfte, taktvolle und nichts sagende Floskeln ein.Und da Frau Baerbock und ihre Partei eben „einen klaren Kompass“ haben, „können wir uns nicht an anderen orientieren“, fügte die Kandidatin hinzu. „Deswegen haben wir in den letzten Jahren nicht auf Umfragewerte geschaut, und deswegen schaue ich jetzt nicht so sehr auf Umfragewerte“, behauptete sie.Frage: Kann wirklich jemand ernsthaft glauben, dass Baerbock und ihre Partei nicht auf die Umfragewerte schauen? Eine taktvolle Antwort auf diese Frage sollte wohl lauten: Kein Kommentar.

Was Frau Baerbock von Verboten hält

Die restlichen 40 Minuten der Sendung galten der „Bundesnotbremse“, über die in den letzten Wochen ohnehin schon ziemlich alles gesagt wurde. Wie schon immer, ging es um die Verhältnismäßigkeit und Verfassungsmäßigkeit der neuen Regeln und damit um den Kontrapunkt von Verbot und Freiheit. So behauptete die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), gegen das Infektionsschutzgesetz seien bereits 40 Verfassungsbeschwerden eingereicht worden – vor allem wegen der vorgeschriebenen Ausgangssperre, die eine massive Einschränkung von Freiheitsrechten darstelle.Bemerkenswert dabei war allerdings, dass der Standpunkt der Kanzlerkandidatin Baerbock zu diesem Problem alles andere als liberal ist. Eine Ausgangssperre sei in ihren Augen durchaus zulässig, denn sie „kann Ultima Ratio sein“. Bei der Abstimmung im Bundestag über das neue Infektionsschutzgesetz hätte sie sich der Stimme enthalten, weil das neue Gesetz in Bezug auf die Wirtschaft nicht streng genug sei: Für die Unternehmen seien keine Homeoffice-, keine Test- und keine Maskenpflicht vorgesehen worden.Da ist ein Satz von Frau Baerbock, der genauso gut aus dem Mund eines Feldwebels kommen könnte:

„Man braucht klare Regeln in einem Land. Man kann auch Verbote dazu sagen.“Und da war noch eine Dame in der „Anne Will“-Runde am Sonntagabend, deren Aussagen ebenfalls keinen allzu optimistischen Blick auf die Zukunft der Bundesrepublik gestatten. Physikerin Viola Priesemann meinte nämlich, die Bevölkerung sollte keine besonderen Hoffnungen mit den wachsenden Zahlen der Geimpften verbinden.

„Die Impfung schützt nicht zu 100 Prozent dagegen, dass man das Virus weitergibt. Escape-Varianten werden sich besonders gut bei denen ausbreiten können, die schon geimpft sind, wenn die nicht mehr getestet werden. Insofern sollten wir uns überlegen, ob wir das Ausbreiten einer Escape-Variante riskieren wollen, indem wir die Tests bei den Geimpften derart zurückfahren.“Zusammenfassend: Es war schon wieder keine besonders erfreuliche Gute-Nacht-Geschichte am späten Sonntagabend bei „Anne Will“.

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