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Freitag, April 16, 2021
Start EU AstraZeneca kürzt abermals Lieferungen an die EU – Dokument

AstraZeneca kürzt abermals Lieferungen an die EU – Dokument

Der britisch-schwedische Impfstoffhersteller AstraZeneca senkt die Prognose für die Auslieferung seines Corona-Vakzins an die Länder der Europäischen Union um 25 Prozent. Dies berichtet Reuters mit Verweis auf ein offizielles Dokument. Demnach sollen statt der zugesagten 40 Millionen Impfdosen 30 Millionen bereitgestellt werden.Engpässe in den globalen Lieferketten führten dazu, dass AstraZeneca die Auslieferung seines Corona-Impfstoffs an die Länder der Europäischen Union kürzen müsse, berichtet Reuters unter Berufung auf eine Quelle. Ein unter EU-Beamten verbreitetes Dokument vom 10. März zeigt laut der Agentur, dass der britisch-schwedische Pharmahersteller bis Ende dieses Monats 30,1 Millionen Impfdosen an die EU auszuliefern beabsichtigt. Weitere 20 Millionen sollen im April bereitgestellt werden. Lieferprognosen für Mai und Juni enthält das Dokument nicht.Die Kürzung der Liefermenge bedeutet einen weiteren Rückschlag für die europäische Impfkampagne, die ohnehin durch wiederholte Lieferverzögerungen vonseiten der Impfstoffhersteller aufgehalten worden ist.

Vor wenigen Wochen 40 Millionen versprochen

AstraZeneca-Chef Pascal Soriot sagte am 25. Februar vor dem Europäischen Parlament, sein Unternehmen werde versuchen, bis Ende März 40 Millionen Impfdosen an die EU-Länder zu liefern. Das Dokument, auf das Reuters sich beruft, zeigt allerdings, dass der Pharmakonzern tags zuvor für die EU eine Liefermenge von 34 Millionen Dosen für den Zeitraum Januar bis März veranschlagt hatte – deutlich unter den vertraglich vereinbarten 90 Millionen Impfungen.

Die anfänglichen Kürzungen seien auf Produktionsprobleme in der EU zurückzuführen, erklärte AstraZeneca. Zu den erneuten Kürzungen wollte das Unternehmen sich laut Reuters nicht äußern.EU-Industriekommissar Thierry Breton twitterte am Donnerstag laut Reuters, man sehe zwar „Anstrengungen“ aufseiten von AstraZeneca, aber es seien „nicht die besten Anstrengungen“. Für das Konzernmanagement sei es an der Zeit, seinen Pflichten nachzukommen und „jetzt das zu unternehmen, was nötig ist, um die Zusagen von AstraZeneca zu erfüllen“.AstraZeneca hatte sich vertraglich verpflichtet, im zweiten Quartal dieses Jahres 180 Millionen Impfdosen an 27 europäische Länder auszuliefern, um somit von Dezember letzten Jahres an eine Gesamtliefermenge von 300 Millionen Impfungen zu bewerkstelligen.Mehrere EU-Länder, darunter Österreich, Dänemark, Luxemburg und Italien, haben den Einsatz des AstraZeneca-Vakzins mittlerweile ausgesetzt oder verboten, weil zahlreiche Fälle von Thrombose bei geimpften Patienten bekannt wurden. Die Weltgesundheitsorganisation geht diesen Berichten derzeit nach. Die Europäische Arzneimittelagentur EMA führt eigene Untersuchungen durch.

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