9.6 C
New York City
Dienstag, Januar 18, 2022
Start Europa 5.000-Euro-Strafe für Ungeimpfte? – Ein Stück absurdes Theater bei „Maischberger“

5.000-Euro-Strafe für Ungeimpfte? – Ein Stück absurdes Theater bei „Maischberger“

https://www.zaronews.world/wp-content/uploads/2022/01/Maischberger_-_2019-08-14-7383.jpg

Das Wortgefecht zwischen Boris Palmer (Grüne) und Linda Teuteberg (FDP) beim „Maischberger“-Talk am Mittwochabend hat klar gezeigt: Nicht einmal in der „Ampel“ herrscht Einigkeit in puncto Impfpflicht. Eine Grenze zwischen „Realpolitik“ und „Absurdität“ ließ sich dabei kaum verfolgen.„Für mich sind Pflichten etwas Positives“, erklärte der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer, ein überzeugter Impfpflicht-Verfechter, bei „Maischberger“ in der ARD. „Wir haben alles getan, die Argumente liegen alle auf dem Tisch“, sagte er. „Jetzt überzeugen wir kaum noch jemanden zur Erstimpfung. Und deswegen komme ich zum dem Schluss: Weil die Quote nicht reicht, ist die Impfpflicht jetzt die richtige Antwort.“

Einen angeblich wirksamen Hebel, die Impfpflicht innerhalb kürzester Zeit durchzusetzen, kenne Palmer auch: „Wenn die Leute wüssten, es kostet 5.000 Euro, hätten wir in vier Wochen 98 Prozent geimpft.“ Soll eine Impfpolizei her? Gibt es eine Beugehaft? Über Umsatzschwierigkeiten scheint der Tübinger noch kaum Gedanken gemacht zu haben, eines Erfolgs seiner Initiative ist er aber sicher. „Wenn Sie das Gesetz machen, machen wir die Umsetzung“, versicherte er die FDP-Bundestagsabgeordnete Teuteberg.

„Es muss klügere Lösungen geben“

Die Gegenargumente der Liberalen im TV-Duell mit Palmer waren leicht vorauszusagen. Neben der problematischen Umsatzbarkeit des Unterfangens namens Impfpflicht stellte sie „eine Geringschätzung der Freiheit und der Freiheitsrechte“ in dieser Initiative fest, von einem „Eingriff in das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit“ ganz zu schweigen. Man würde dadurch lediglich „noch mehr Trotz und Widerstand“ hervorrufen und zugleich ein weiteres Misstrauen in die Politik verursachen, die sich „auf andere Fragen übertragen“ würde.

„Da schafft man nicht die Impfquote, sondern man schafft neue Konflikte“, betonte die FDP-Politikerin. „Es muss klügere Lösungen geben.“Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte eigentlich die ganze Diskussion auf höchster politischer Ebene ins Rollen gebracht und sich sogar für „eine Impfpflicht für alle Erwachsenen“ ausgesprochen, einen eigenen Antrag will er aber nicht stellen. Die „Ampel“-Koalition hatte sich bereits darauf verständigt, dass sich die Abgeordneten bei dieser Frage nicht an eine bestimmte Fraktionslinie halten und frei über eine Impfpflicht entscheiden sollen.

„Ich finde es irritierend, dass da ein Kanzler sagt: ‚Ich bin zwar für die Impfpflicht, aber ich bringe keinen eigenen Antrag ein‘“, bemerkte die Moderatorin. „Man könnte auch sagen: Der Mann ist feige.“Palmer nahm den Regierungschef in Schutz: „Ich halte das für Realpolitik.“ Diese „Feigheit“ fand er auch „nicht besonders kritikwürdig“ – genauso wie die Tatsache, dass die Politik erst vor wenigen Monaten versprochen hatte, dass es keine Impfpflicht geben würde, nun aber ihre Einstellung dazu radikal geändert hat. „Dass Politik ihre Auffassung ändert, ist nichts Neues“, sagte der grüne Politiker, ohne sich für den Zynismus dieser Äußerung zu schämen. Und untermauerte diesen Standpunkt mit einem Zitat aus Konrad Adenauer: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“

Absurdes Theater bei „Maischberger“

Diese und auch so manche anderen Äußerungen von Talk-Teilnehmern hinterließen ein Stück weit den Eindruck, eine Aufführung aus dem Repertoire des absurden Theaters zu erleben. So berichtete die FAZ-Journalistin Helene Bubrowski, „zehn Geboosterte“ aus ihrem Umfeld hätten sich alle mit Omikron infiziert, zum Teil recht schwer. „Das Impfen scheint das Problem nicht gänzlich zu lösen“, stellte sie fest. TV-Moderator Jörg Pilawa sprach von drei positiven Corona-Fällen aus seinem privaten Kreis bei „Geimpften und Geboosterten“. Auch die Virologin Helga Rübsamen-Schaeff stellte fest: „Gegen Omikron kann man nicht impfen.“ Dabei gaben sie alle zu verstehen, eine Impfpflicht ließe sich über kurz oder lang nicht verhindern.

Den Höhepunkt an Absurdität lieferte wiederum Palmer mit folgender Formulierung:

„Wir diskutieren so lange, bis es zu spät ist. Wenn die Omikron-Welle durch ist, brauchen wir die Impfpflicht nicht mehr. Wir müssen jetzt Ergebnisse liefern.“Heißt: Das ist halt „Realpolitik“, wie Herr Palmer diese versteht. Nämlich: Man soll jetzt dringend möglichst viel Impfstoff verimpfen, solange Corona noch da ist. Irrsinniger geht’s kaum.

Quelle!:

#Europa, #Gesetzgebung, #Konflikte, #Korruption, #Manipulation, #Medien, #Politik, #PolitischeVerfehlungen, #TVSendung, #Vertuschung, #Wahlen, #ZARONEWSPresseAgentur, #Zensur
#5000Euro, #Absurdes, #EinStück, #Maischberger, #Strafe, #Theater, #Ungeimpfte

RELATED ARTICLES

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

- Advertisment -

Most Popular

Recent Comments